Review

Halbstarker Halloweeneintopf


Eigentlich nur ein Haus, keine Geschichte, dutzende feinste Monster und klischeehafte Opferschablonen - und dennoch ist „Spookies“ in seiner naiven Art der nahezu perfekte Halloweenschmaus, in einer Kiste mit „Ghoulies“, „Night of the Demons“ oder „House“. Auch „Evil Dead“-Einflüsse sind nicht von der Hand zu weisen - aber der inspirierte und beeindruckte damals ja eh alles und jeden... Erzählt wird von einer Gruppe von Leuten, die in einem abgewrackten Horrorhaus von lauter Schreckensgestalten und einem alten Ghoul, der scheinbar die Fäden zieht, belagert werden...

„Spookies“ ist ein Flickenteppich. Seine Figuren sind kaum erwähnenswert, ich kann keinen einzigen Namen wiedergeben, eine etwaige Geschichte ist nonexistent. Es sind im Grunde nur Monsterszenen aneinandergereiht - von einem kleinen fischartigen Gremlin über schleimige Furzkreaturen (!) bis hin zu einer gemeinen Spinnenfrau. Nur sind diese einzelnen Begegnungen, Viecher und Episoden, Räume und Kämpfe derart spaßig und passend für den Oktober, dass ich „Spookies“ einfach nur gutheißen, umarmen und fast schon lieben kann. Die Kostüme von Zombies bis zu Vampiren sind handgemacht und richtig gelungen, manchmal meint man, „Den könnte man auch mit Kindern gucken!“ - nur um dann im nächsten Moment wieder eine ziemlich fiese, gruselige und saftige Szene hineingedrückt zu bekommen. Die Balance aus Gelache und Grusel, aus Furcht und Fun, aus Käse und Kracher stimmt hier einfach auffällig gut. Auch der Score kann was. Einfach chic! Ein Guilty Pleasure bestimmt. Aber einer, für den ich mich null schäme und den ich jedes Jahr zu dieser Jahreszeit gucken könnte. Eine abgefahrene, britische Geisterbahn! 

Fazit: kuriose Kürbissuppe. Famoser, stückeliger Oktober-Monster-Mash Up! Sehr 80er, sehr lässig, sehr sympathisch. Das war noch brutaler Einsteigerhorror! 

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