Review

Lincoln Mathers hat seiner Frau eines versprochen: Wenn Sarah mit ihm von Manhattan nach London zieht, will der Workaholic endlich kürzer treten. Doch Sarahs Hoffnungen werden kleiner und kleiner, als Lincoln zuerst das Faxgerät im Wohnzimmer anschließt. Also stürzt sie sich kopfüber in die Renovierung des neuen Hauses. Als sie im Keller einen Voodoo Altar und mumifizierte Leichen findet, droht ein unheimlicher Geist das Familienglück zu zerstören. denn Sarah wird immer besessener und Lincoln steht den rätselhaften Veränderungen seiner Frau scheinbar hilflos gegenüber. Als sie immer aggressiver wird, muss er sich schließlich eingestehen, dass irdische Instanzen hier nicht mehr helfen können. Nur die verborgenen Mächte können den Fluch, der auf Sarah lastet, vielleicht noch brechen. Ein gefährliches Spiel beginnt, bei dem für Lincoln und Sarah alles auf dem Spiel steht.
Wie lange einem doch 100 Minuten vorkommen können, erfährt man spätestens nach Ansicht von London Voodoo. Irgendwie sieht das ganze auch nicht richtig nach Film aus, sondern eher wie eine semiprofessionelle Low Budget Produktion. Die Story zieht sich dabei zäh wie Kaugummi dahin, ohne das dabei allzu viel memorables passiert. Es gibt praktisch keinen Horror im ganzen Film und warum die DVD das 18er Plakettchen trägt, kann nur mit Marketingüberlegungen des Verleihers erklärt werden.
So sieht man gefühlte Ewigkeiten, wie die Frau des Hauses zunehmend einen an der Klatsche bekommt und sich so etwas ähnliches wie Bessenheit, nach dem Leichenfund im Keller, einfängt, was sich dadurch äußert, das sie auf einmal beginnt französisch zu sprechen und sich eine Hippie Kriegsbemalung in die Visage pinselt. Als lauer Versuch einer Erklärung des ganzen, muß die französische Kolonialisierung des Benin herhalten, bei der junge Mädchen verschleppt, wurden und sich nun eine der Kriegerinnen in Sarah manifestiert. Viel über die Voodoo Religion erfahren wir allerdings nicht, so daß die sehr langwierige Anfangsphase mehr oder weniger für die Katz ist.
Atmosphärisch wird hier auch nicht viel geboten, die darsteller haben Mühe die ohnehin recht dünne Story zu tragen, was ihnen zudem auch noch durch eine schwache Synchro erschwert wird. Als dann so ungefähr nach einer Stunde endlich mal was richtiges passiert, nämlich das einer vors Auto läuft, ist man darüber regelrecht erschrocken. Aber selbst dann kommt nicht wirklich Schwung in die Sache und am Ende bricht die Liebe den Bann, was auch nicht gerade hyperoriginell ist.
So richtig brauchen wird den Film wohl niemand, denn es gibt dutzende bessere Filme aus dem Bereich Voodoohorror. Auch wenn man sich hier erkennbar Mühe gegeben hat etwas eigenständiges zu schaffen, bleibt London Voodoo farblos und mindestens ne Viertelstunde zu lang.
3/10

Details
Ähnliche Filme