Review

Wie schon der von Art und Thematik her ähnliche Film "The Killing Fields" hat mich auch dieser Politthriller enttäuscht. So interessant der Schauplatz und die realen Kriegsereignisse auch sind, so schludrig wurde sie meiner Meinung nach inszeniert. Wobei das Hauptproblem nicht der politische Aspekt ist (zumindest konnte ich als "Politik-Laie" der Handlung trotzdem relativ gut folgen), sondern die mangelnde Ernsthaftigkeit, mit der das Thema angegangen wird. Speziell in der ersten Hälfte des Films wird viel zu viel geflachst, in lebensbedrohlichen Situationen viel zu gelassen reagiert und zuviele dumme Sprüche geklopft, nur um die Hauptpersonen "cool" rüberkommen zu lassen. Überhaupt sind alle Figuren ziemlich schwach, allen voran die Rolle von James Woods ist nach Schema F: alle Auslandskorrespondenten sind natürlich Lebemänner, die ständig nur saufen und Affären haben, und ständig pleite sind - nee, das ist alles ein ausgelutschtes Klischee, das schon hier viel an Ernsthaftigkeit einbüßen lässt (anders als bei "The killing Fields", da waren die Reporter wesentlich glaubwürdiger dargestellt).
Zudem gelingt es Oliver Stone trotz des brisanten Themas kaum, berührende oder gar schockierende Szenen zu präsentieren. Irgendwie lässt einen das ganze Szenario auffallend kalt, zu klischeehaft sind einfach die meisten Szenen. So bleibt die Sequenz, in der die Reporter inmitten eines Feuergefechts ihre Fotos machen, noch eine der wenigen gelungenen. Der Rest gibt leider nicht viel her.

Details
Ähnliche Filme