Mit „Terminator“ konnte James Cameron mächtig Eindruck schinden und beeinflusste viele andere Filme – wie auch „M.A.R.K. 13 – Hardware“, der sich vom Thema und vom Look her etwas an den Klassiker anlehnt.
Rein szenariotechnisch ist hier allerdings nichts Neues los: Mal wieder ist die Erde untergegangen, die Überlebenden hausen in Ruinenstädten und draußen vor dem Tor, da ist die unwirtliche Wüste. Durch Gesprächsfetzen kriegt der Zuschauer noch mit, dass irgendwo inmitten der Endzeitwelt noch eine Regierung mit nicht gerade freundlichen Motiven hockt, aber das kennt man ja auch zur Genüge.
Durch selbige Endzeitwüste stapft Moses Baxter (Dylan McDermott), Ex-Soldat und Held des Films. Jetzt verdient er seine Brötchen durch das Sammeln von Schrott, den er bei seinem Großhändler gegen Bares vercheckt. Gerade ist auch wieder Weihnachten und Moses plant die Rückkehr zu seiner Freundin Jill (Stacey Travis), die in der Stadt als Künstlerin tätig ist und kleine Reparaturarbeiten erledigt. Um nicht ohne Geschenk aufzukreuzen, kauft Moses einem anderen Schrottsammler die Reste eines gefundenen Kampfdroiden ab. Seit „Terminator“ wissen wir ja, wie unfreundlich derartige Maschinen sind, aber in der Endzeit scheint der Kabelempfang schlecht zu sein und keiner hat’s mitgekriegt.
Also ab in die Stadt, wo die Herzallerliebste sich zwar beschwert, dass Moses viel lange auf Schrottsuche war, Teile des Roboters aber in einer Kunstwerk einarbeitet. Leider aktiviert sich der Roboter und startet sein Tötungsprogramm, sodass bald ein Kampf ums Überleben in den heimischen vier Wänden ausbricht…
„M.A.R.K. 13“ ist ein solider Genrefilm, aber keineswegs ein Highlight des Sci-Fi-Horrors, was vor allem an der Story liegt. Innovationen sucht man vergebens, denn die Story vom durchgedrehten Killer-Robo läuft nach Schema F ab. Wer das Zeitliche segnet, ist eh fast von Anfang an klar und auch sonst bleibt „M.A.R.K. 13“ weitestgehend überraschungsfrei. Das wäre ja erstmal nicht weiter schlimm, doch leider dauert die Einführung viel zu lange, ehe die durchgeknallte Blechbüchse dann endlich mal loslegt und zur Gefahr wird.
Doch wenn man diese Durststrecke überstanden hat, dann geht es recht ordentlich los: Das Mordinstrument verfolgt was ihm vor die Flinte kommt und darf auch ein paar Figuren das Leben kosten. Viel gekillt wird nicht, sodass die Anzahl der härteren Einlagen gering ist, aber die Effekte sind dafür ganz gut gelungen, egal ob es sich um die paar Goreszenen oder das Aussehen des Metallmörders handelt. Lediglich den Psychonachbarn fand ich eher lächerlich als bedrohlich, sodass er ein wenig von der gruseligen Stimmung der zweiten Hälfte zerstört.
Was „M.A.R.K. 13“ dann schlussendlich etwas über die Dutzendware in dem Genre hebt, das ist die für Low Budget Verhältnisse ziemlich coole Inszenierung. Der ganze Film ist in roten Tönen gehalten und schafft eine Atmosphäre, die in einigen Momenten stark an das Flair von „Terminator“ erinnert. Dazu kommt ein cooler Soundtrack mit ein paar sehr guten Hardrock- und Metalstücken von Leuten wie Motörhead, Iggy Pop oder Gwar, die auch an den entsprechenden Stellen Gastauftritte (so gibt z.B. Lemmy von Motörhead den Taxifahrer, während bei der Fahrt „Ace of Spades“ läuft).
Dylan McDermott und Stacey Travis machen in den von der Screentime her ziemlich gleichberechtigten Hauptrollen ziemlich überzeugende und stechen damit aus dem Rest der Cast hinaus. Die übrigen Darsteller spielen zwar ganz annehmbar, doch ganz klar nicht in der oberen B-Klasse.
So bleibt schlussendlich ganz solider Sci-Fi-Horror, der altbekanntes gut umsetzt und vor allem durch die schicke Inszenierung zu punkten weiß.