Nach dem endzeitlichen Schrottsammeln bringt ein Mann seiner Freundin Reste einer Gefechtsdrone mit, nichtsahnend dass es sich hierbei um einen sich selbst rekonstruierenden Killercyborg handelt, der bald darauf seiner Aufgabe, nämlich dem Dezimieren von Leben, nachgeht.
Bei "M.A.R.K. 13 - Hardware" handelt es sich um einen Endzeithorrorthriller, der auf den Pfaden von "Terminator" und "Mad Max" wandelt.
In der ersten Hälfte werden einem die einzelnen Figuren und die endzeitliche, madmaxige Umgebung, in der sie ihr trostloses Leben fristen, nähergebracht. Hauptcharaktere sind der Schrottsammler Mo, der zusammen mit seinem Kumpel an die Reste des Killercyborg kommt und dessen Künstlerfreundin Jill, der er mit den Resten eine Freude machen will. Hinzu kommen Nebenrollen wie der notgeil spannernde Nachbar, ein körperlich beeinträchtigter Händler und zwei freakige Hausmitbewohner von Jill, deren Rollen jedoch nicht weiter in die Tiefe gehen, da diese lediglich als Kanonenfutter für den "M.A.R.K 13" dienen. In winzigen Rollen sind zudem Musiklegenden wie Lemmy als Taxibootfahrer, der eben mal "Ace of Spades" auflegt und Iggy Pop als zynischer Radiomoderator zu sehen bzw. letzterer nur zu hören. Darstellerisch werden sicher keine Glanzleistungen geboten, doch wirkliche Komplettreinfälle gibts auch nicht, wobei mir schauspielerisch vom Gegeiere des Nachbarn oder beim Rausch des Kumpels von Mo schon ein wenig zu viel des Guten geboten wird.
Sehr gelungen finde ich auf jeden Fall die endzeitliche Stimmung, die mit einfachen Mitteln geschaffen wird. So werden sandige und wüstenartige Landschaften gezeigt, die Gebäude sind heruntergekommen und in den Wohnungen herrschen Tristesse und Schmodder und die eingefangenen Bilder wurden mit meist rötlichen Farben überdeckt, wodurch eine eigenartige Atmosphäre entsteht.
In der zweiten Hälfte darf sich der Killercyborg "M.A.R.K 13", der zum Zwecke der Bevölkerungsbegrenzung geschaffen wurde, selbst rekonstruieren und in unaufhaltsamer Terminatorfinaleartigkeit hinter Jill herjagen und nebenbei anderen Protagonisten das Leben nehmen. Optisch ist der Unhold, der sich aus mehreren Schrottteilen und verschiedenen Waffen wie glückrauschspendenden Todesspritzen, Kettensägen und Bohrern zusammensetzt, schön anzuschauen und ab und an darf man die Umgebung mal aus seinen Infrarotaugen betrachten. Seine Auftritte sind stets mit einer spannungsfördernden Musik unterlegt, was sehr gut funktioniert und wodurch in diesen Szenen viel an Dramatik herausgeholt wird.
Hinzu kommen ein paar wenige saftige Bluteffekte wie ausgepiekste Augen oder zerteilte Körper, bei denen der fließende, rote Lebenssaft auf Grund der sowieso schon rötlich gehaltenen Bilder nicht so recht zur Geltung kommt.
Insgesamt ist "M.A.R.K. 13 - Hardware" ein inhaltlich einfacher und stellenweise etwas schleppender, aber optisch ein stimmiger und atmosphärischer Mix aus Endzeitthriller und Blechkillermonsterfilm, bei dem trotz Längen und kleinem Budget ein positiver Eindruck bleibt.