Michael Scott Bregman's "Carlito's Way - Weg zur Macht" kommt leider in keinster Hinsicht an den großen Vorgänger von Brian de Palma heran.
Inhalt: Gangster lernt 2 andere Gangster im Knast kennen. Einer Puerto-Ricaner, der andere Italiener, der dritte Schwarz. Wieder in Freiheit, verbünden sie sich, verkaufen Drogen. Geschäft läuft. Alle 3 werden reich. Hauptdarsteller verliebt sich in hübsche Frau und sie sich nach 5 Minuten Filmlänge weiter auch in ihn. Drogen machen Probleme, diese müssen beseitigt werden - mehr will und kann ich auch gar nicht verraten.
Die schauspielerischen Leistungen lassen teils eher auf einen C-Movie schließen als auf eine Art Remake des raffinierten Gangsterdramas aus dem Jahre 1993. Die 3 Gangster sind liebe Jungs aus der Nachbarschaft, denen man eigenltich gar nichts zutraut. Auch die Schauplätze können keinesfalls düstere Stimmung oder gar Spannung hervorrufen. Vieles sieht gestellt aus und keinesfalls nach Gettho oder Junkyviertel.
Die eigentlich raffinierte Story kann der Zuschauer sich nur selbst bildlich vorstellen, da die wirklich interessanten Szenen überhaupt nicht gezeigt werden. Man erfährt von einem raffinierten Plan, kann aber auf die Umsetzung lange warten, denn diese wird übersprungen und in der nächsten Szene ist der Plan glanzvoll gelungen.
Wer auf einen Gangsterfilm à la "Paid in Full - Die Straßen Harlems" aus ist, ist hier an der völlig falschen Adresse. Der Film reicht allemal an den ebenfalls schwachen Gangsterfilm "White Lines - Im Teufelskreis des Verbrechens".
Fazit: Die Zeit sinnvoller nutzen.