Ehrlich, ich wollte "Das Leben ist schön" mögen, habe ich im Vorfeld doch so viel Gutes über den Film gehört. Leider jedoch hat Regisseur Benigni einen großen Fehler begangen: Er spielt die Hauptrolle. Für mich eine glatte Fehlbesetzung.
Dabei hätte es doch so schön werden können: Die originelle Story hebt sich wohltuend von herkömmlichen Standardantikriegsfilmen ab und außerdem wird dem ernsten Thema eine große Prise Humor zugefügt. Dummerweise konnte ich selten drüber lachen. Roberto Benigni als Jude Guido hampelt dermaßen überdreht rum, als hätte er ein Wespennest im Hintern. Auf der einen Seite ist er doch irgendwie sympathisch, da er seinem Sohn den Schrecken des Krieges nehmen will, indem er ihm erzählt, dass alles nur ein Spiel ist, dann wiederum könnte ich ihn eins auf die Nuss geben, wenn er in seinen Hampelmannstil verfällt, was er leider sehr oft tut. Am Ende konnte ich nicht einmal richtiges Mitleid für ihn empfinden, so sehr ich es auch versucht habe!
Wenn ich mir überlege, was man mit einem anderen Darsteller aus diesem Film hätte machen können...ich mag gar nicht dran denken. Für die Mehrheit ist er ein Meisterwerk und ich glaube fest daran, dass er dies auch geworden wäre, hätte Roberto Benigni doch die Hauptrolle jemand anderem überlassen...Warum er den Oscar bekommen hat, ist mir einfach schleierhaft! Fazit: Ein toller Film mit super Ideen wird durch den Hauptdarsteller zerstört. Sorry, dass ich mich dauernd wiederhole, aber ich bin doch etwas enttäuscht.
Und trotzdem hat er meiner Ansicht nach 6 Punkte verdient, da die anderen Schauspieler ihre Sache verdammt gut machen, allen voran Guidos Sohn und seine Frau. Außerdem hat er so viele gute Einfälle, dass andere Regisseure dafür ihre Mutter verkaufen würden.