Der Geist eines Ermordeten nimmt über eine mit einer Schreibfeder ausgestatteten künstliche Hand Kontakt zu einer Frau auf, um seinen Tod zu rächen und nebenbei noch für etwas Hokuspokus zu sorgen.
"Das Orakel" ist ein obskures Werk mit einer teilweise holprigen Story und merkwürdigen Geschehnissen. Was es mit den Botschaften aus dem Jenseits auf sich hat, erfährt man im Verlaufe des Filmes, ebenso wie den genauen Hintergrund für den Mord, wobei hier mit einer kleinen Überraschung aufgewartet wird und gegen Ende gipfelt das Ganze in einem Geisterracheszenario mit einer frechen Schlusssequenz.
Trotz des Geisterthemas wird es an keiner Stelle gruselig, denn das häufig auftretende grüne Leuchten beim Spuk wirkt eher störend und die Musik dudelt in diesen Szenen nur nebenbei im Hintergrund anstatt dem Geschehen eine unheimliche Unterstützung zu liefern.
Immerhin wütet der Rächer aus dem Jenseits in ein paar Szenen ganz ordentlich, wenn zum Beispiel (ich glaube es ist) der Hausverwalter sich beim Testen der Schreibhand imaginäre Gummiwesen, die so aussehen wie das Sushi, das ich mir dieses Wochenende erstmalig besorgt habe, mit dem Messer vom Leibe hält, was eine ordentliche Sauerei gibt und vor allem durch einen Augenstich tödlich endet, eine Person durch einen durchs geschlossene Fenster schwebenden Kopf mit Scherben geschmückt wird oder eine Person beim Abwehrversuch des Geistes mit dem Hackebeil einen Behälter mit ätzender Flüssigkeit trifft und so ein neues Gesicht bekommt. Die Effekte hierbei sind budgetverhältnismäßig gelungen und machen was her.
Die darstellerischen Leistungen reichen von schwach bis gut, wobei die weibliche Hauptdarstellerin zu den positiven Vertreterinnen gehört und sich Typen wie die Anfangsoma, (ich glaube es ist) der Hausverwalter, der Betrunkene auf der Party und der füllige Killer zu den schwächelnden Mimen einreihen, wobei der maue Eindruck durch die fiese Synchronisation bei diesen Personen noch unterstützt wird. Apropos fülliger Killer, dieser wird von einer Frau mit schweren Knochen geschauspielert und in einer Szene verkleidet sich diese einen Mann darstellende Frau als Frau, was mich fasziniert und verwirrt hat.
Insgesamt ist dies sicherlich kein guter Film, aber es gibt viel zu entdecken und die Richtungsschwankungen der Story und merkwürdige Szenen halten bei Laune.