Der schusseligen Vic Ajax sitzt in der Todeszelle und wartet auf seine Hinrichtung für Reihe von Morden, die er nicht begangen hat. In einer Rückblende erzählt er seine unglaubliche Geschichte und wie er in diesen Schlamassel geraten ist: Vic war früher Angestellter bei einer Sicherheitsfirma und hat eines Tages bei der Arbeit die bildhübsche Nancy kennengelernt. Für den hoffnungslosen Romantiker ist es Liebe auf den ersten Blick. Unglücklicherweise wird seine Angebetete nur kurze Zeit später von einem Auto erfasst und so kommt es, dass Vic den beiden völlig wahnsinnigen und als Kammerjäger getarnten Auftragskillern Crush und Coddish über den Weg läuft. Diese sollen Vics Chef beseitigen, aber wo sie schon mal dabei sind, erledigen sie auch gleich noch ihren Auftraggeber. Die Maniacs geraten außer Kontrolle und das Chaos nimmt seinen Lauf. Zeit für Vic zum Helden zu werden.
Ein wirkliches Highlight ist diese schwarze Komödie zwar nicht geworden, aber es ist interessant, das man selbst in diesem frühen Stadium der Karriere die Handschriften seiner Beteiligten erkennen kann. Regisseur Sam Raimi erkennt man klar an den slapstickhaften Witz und den Kamerafahrten, während das Script ja aus dem Hause Coen kommt, was man wiederum deutlich an den schrägen Charakteren erkennen kann und gelegentlich sogar ein wenig an Fargo erinnert.
Die Geschichte selbst ist dabei vernachlässigbar und wird als Flashback eines Todeskandidaten erzählt. Eigentlich will ja bloß einer der Chefs eines Sicherheitsunternehmens seinen Partner umbringen und heuert dafür zwei Killer an, die glücklicherweise im Telefonbuch für sich werben ("we kill Rats, Ants and Man"). Das das natürlich gründlich in die Hose geht ist klar. Erst wird versehentlich der Auftraggeber gekillt, dann der Partner und am Ende gibt es fünf Leichen zu beklagen, für deren Tod der schüchterne und schusselige Wachmann Vic verantwortlich gemacht wird.
Viel interessanter sind natürlich die Gags, die vor Insider-Wortspielen und schrägen Einfällen nur so sprühen, wobei die Qualität der Jokes doch stark schwankt. Sind die Stooges Anspielungen oder das "no Smoking" Schild neben dem elektrischen Stuhl noch wirklich gelungen, greit man aber auch gerne mal in die "wie konnten die das nur für eine gute Idee halten" Schublade, wo eher dem peinlichen Klamauk gefröhnt wurde. Immerhin gibt es als Bonus noch Bruce Campbell als schleimigen Gangster zu sehen, ansonsten halten sich gute und eher mindere Aktionen die Waage. Vielleicht hat sich Raimi auch schon auf seinen zweiten Teufelstanz konzentriert, wer weiß.
6/10