Review

Nick Naylor ist Chefpressesprecher im Dienste der Tabakindustrie und nebenbei so ziemlich der Beste -Wort-im-Munde-umdreher- der Welt, schafft er es doch beinahe Mühelos in einer Talkshow, in der ein 15 jähriger mit Lungenkrebs sitzt, ihn mit einigen Argumenten (u.A. die Tabakindustrie hat gar nichts von dem Tod dieses Jungen, im Gegenteil wir würden vie mehr davon profitieren, wenn der Junge weiterlebt - und weiter Raucht) dazu bekommt, das er ihm in die Arme fällt und den Gesundheitsapostel, der ihn zu der Show gebracht hat ausbuht.

Jetzt soll er in einer Anhörung vor dem Senat sprechen, in der es um ein Etikett mit der Aufschrift: POISON für Zigarettenschachteln geht. Leider wird er vorher Gekidnappt und fast mit Hilfe von Nikotinpflastern getötet.

Wird er jetzt, da er dem Tod von der Schippe gesprungen ist, umdenken?

"THANK YOU FOR SMOKING" sollte man auf keinen Fall ernst nehmen und auch keine Komödie im eigentlichen Sinne erwarten, gibt es hier doch nur wenige Gags.
Vielmehr handelt es sich hier, wie auch schon bei "LORD OF WAR", der ebenfalls in meinem Bekanntenkreis einige Probleme hatte (Ey Mann, wat is´n das für´n Kriegsfilm - is ja voll öde!!), um einwandfreie Satire deren Ziel es ja immer ist, die Wahrheit so überspitzt darzustellen, dass es schon sehr bald lächerlich wirkt.

So auch hier, auch wenn ich zugeben muss, dass er einem teilweise die Wahrheit so vor den Latz knallt, wie sie ist (Bestechungsgeschäfte in Hollywood, Schweigegeld für den Marlboro Man, etc.) und entlarvt das (zumindest amerikanische) System als reine Phrase.

Erstklassisch ist die schauspielerische Leistung von Aaron Eckhard, dem man den aalglatten Nick Naylor sofort abkauft und der im wirklichen Leben Nichtraucher ist.

Fazit:
"TYFS" ist eine bitterböse, aber saukomische Persiflage auf das amerikanische Rechtsystem und die Beeinflussbarkeit der Menschen!

..... und Hey, im ganzen Film wird keine Zigarette geraucht

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