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Klischees, Kills und... Brad Pitt?!


„Cutting Class“ war zwar weder Brad Pitts Durchbruch noch seine erste Rolle in Hollywood, doch sehr lange war er noch nicht im Geschäft (nichtmal zwei Jahre um genau zu sein), als er eine der Hauptrollen in diesem Schulslasher ergatterte, in dem sich von einem mysteriösen Mörder fröhlich von der Sporthalle (inklusive einem sehr witzigen Kill auf dem Trampolin!) über die Flure, den Druckerraum bis hin zum Finale in der Werkstatt gemetzelt wird... 

Oft hat man bei „Cutting Class“ das Gefühl, dass er seine Unzulänglichkeiten als Slasher mit billigen, gehetzten und erschreckend jämmerlichen Zoten und Witzen derart zu kaschieren versucht, dass er fast als Spoof des Genres durchgehen könnte. Aber nur fast. Ganz kaufe ich ihm diese verwirrende Taktik nicht ab. Vielleicht ist es sogar genau andersrum, vielleicht wollte er eine Komödie sein, scheiterte dabei blamabel, reicherte dann seine öde Formel mit ein paar Morden und etwas rotem Lebenssaft an. Wer weiß. Sicher ist nach meiner Sichtung nur, dass er in keiner seiner beiden Kategorien wirklich überzeugt. Ehrlich gesagt sogar fast gar nicht. Der Slasher-Showdown zwischen Werkbank und Schleifmaschinenduell (!) ist sehr nett, für Brad Pitt-Fans ist das natürlich ein kurioses Frühwerk, als Slasherhead ist man sicher auch oft noch Schlimmeres gewohnt. Doch im Grunde ist „Cutting Class“ eine sehr zähe und bemühte Angelegenheit, die nahezu nichts befriedigend löst, was sie sich vornimmt, was ihr auf ihrem kurvigen Weg in den Sinn kommt. 

Fazit: weder als Spoof noch als Slasher erstligareif. Wahrscheinlich nichtmal ein Aufstiegskandidat in Liga zwei oder drei. Und der hübsche, junge, freche Brad reißt hier auch nichts mehr raus. „Cutting Class“ ist ein Schulschwänzerslasher der super schnell vergessenen Sorte. Saftlos und zaghaft, unlustig und unspannend. Bleibt blass wie eine Vertretungsstunde mit einer Referendarin ohne Bock. 

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