Was 1995 bei „Jumanji“ so fabelhaft funktionierte, sollte nun auch bei „Zathura“ wirken. Ein wahrlich virtuelles Brettspiel, bei dem die Ereigniskarten recht wörtlich zu nehmen sind und stets chaotische Zustände mit sich bringen. Waren es bei „Jumanji“ noch wilde Dschungeltiere und Robin Williams, so verlegte man hier die Handlung einfach in den Weltraum. Leider allzu deutlich an das Original angelehnt, gibt es hier weder Überraschungen (bis auf einen Zeitsprung), noch kann diese Variation es in Sachen Charme und Humor mit dem Original aufnehmen.
Dabei hatte man doch Tim Robbins an Bord der Darstellercrew, doch dieser wird nach den ersten Minuten auf der Erde gelassen und wir dürfen einem munteren Treiben im All beiwohnen. Immerhin, Regisseur Favreau hält ein enorm hohes Tempo bis zum Schluss aufrecht und auch einige Effekte wie der Einschlag mehrerer kleiner Meteoriten machen Laune und die Gestaltung der Riesenechsen „Zorgins“ ist recht ansehnlich ausgefallen.
Demgegenüber stehen allerdings keine sonderlich talentierten Darsteller, wenn man mal Robbins und die knusprige Kristen Stewart außen vor lässt.
Die beiden Kinder sind einfach keine Sympathieträger und auch der Astronaut, gespielt von Dax Shepard agiert viel zu hölzern, um es mit einem Williams aufnehmen zu können.
Unterhalten wird der Zuschauer schon und auch heranwachsende Jugendliche dürften ihren Spaß haben. An das abwechslungsreichere und wesentlich durchdachtere Original kommt „Zathura“ aber zu keiner Zeit heran.
6 von 10 Punkten