Die Geschichte um ein Brettspiel, das manch spektakuläres Ereignis in Gang setzt kommt einem sicherlich bekannt vor. Das kommt nicht von ungefähr, hat die Vorlage zu „Zathura“ doch mit Chris Van Allsburg den gleichen Autor wie die von „Jumanji“. Dies im Hinterkopf kann man die Geschichte und den Ablauf des von Jon Favreau inszenierten Abenteuers erahnen, nur dass hier nicht das Dschungelthema im Vordergrund steht, sondern das Weltall. Dorthin bringt das titelgebende Brettspiel die Brüder Danny und Walter mitsamt Schwester Lisa und so prasseln auf die juvenilen Akteure allerlei Gefahren ein.
Über Dinge wie Sauerstoff oder Temperaturen darf man sich dabei keine Gedanken machen, „Zathura“ liefert eine mitunter märchenhafte Methodik, Realismus ist da weniger ein Ding. Halb so wild, das macht den naiven Abenteuercharme aus, der in seiner Episodenhaftigkeit umgesetzt wird. Wie in „Jumanji“ hangelt man sich von einem Ereignis zum anderen und bekommt immer wieder ein neues kleines Spektakel vorgesetzt. Das ist insgesamt unterhaltsam, funktioniert für ein junges Zielpublikum aber vermutlich besser als für so einen alten Knacker. Dieser ist zwischendurch immer wieder mal leicht genervt von den „Ich spiel nicht weiter“-Diskussionen, dem Gezeter zwischen den Brüdern oder Dannys dauernden Nachfragen.
Auf der Habenseite verbucht „Zathura“ eine gelungene Optik, insbesondere dem Spielbrett kann man in jeder Nahaufnahme das ansprechend präsentierte gebrauchte Design ansehen. Das wirkt chic in seinem überholten Stil, der ebenso auf manch andere Aspekte angewandt wird. Auch ist das Werk nett getrickst, das sieht schon in Ordnung aus und tröstet mitunter darüber hinweg, dass der Zorgon-Plot zu viel Zeit einnimmt.
„Grandma!“
Nettes Abenteuer in bekannter Form vor Sternentapete.