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Sabertooth" ist der Codename für einen streng geheimen Stealth-Kampfjet, den der größte russische Flugzeughersteller gemeinsam mit den besten Ingenieuren der Welt entwickelt hat. Ein High-Tech-Fighter, der mit seiner extremen Manövrierbarkeit, seiner vernichtenden Feuerkraft und seinen Tarn-Qualitäten jedes noch so moderne Kampfflugzeug in den Schatten stellt. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Tatsächlich gelingt es Terroristen, "Sabertooth" zu entführen.

Es ist eigentlich erstaunlich wie wenig man von der russischen Filmindustrie hierzulande mitbekommen. Seit Erfindung des Farbfernsehens fallen mir da lediglich die Wächter Filme und ein oder zwei Kriegsschinken ein und wirklich dolle waren diese allesamt nicht besonders. Schön das die ARD zum testen noch einen Vertreter auf die Reise in der Nachtschleife geschickt hat. Mirror Wars ist so etwas wie die Borscht-Variante der stählernen Adler und leistete sich sogar den Luxus für den internationalen Vertrieb mit Rutger Hauer, Malcolm McDowell und Armand Assante drei internationale Gaststars einzukaufen.
Ich habe jetzt keine Ahnung inwieweit dieser Action Streifen jetzt repräsentativ für das Land ist, allerdings muß man konstatieren, das wenn die einheimischen Darsteller die Krone der russischen Schauspielkunst vertreten, dann gute Nacht. Das war alles andere als überzeuend, die grausige deutsche Synchro in vielen Rollen hilft natürlich ebenfalls nicht wirklich. Auch die Story ist recht konfus, da ermittelt ein wenig der CIA, auch die Russen schicken zwei Leute ins Rennen, schließlich ist von den drei verfügbaren Piloten des supineuen Tarnkappenflugzeugs ein böser Junge, der auf dem Lohnzettel von Terroristen steht. Dazu kommt noch eine nervige Tierschutzfrau, die dann auf einmal auch Spionin ist und sich mit dem Heldenpilot, der auch gleichzeitig der Sohn des Konstrukteurs ist, eine Love Story geben. Alles sehr unübersichtlich.
Seine Stärken kann Mirror Wars immerhin in den actionorientierten Szenen ausspielen. Die Luftaction ist meist recht passabel, allerdings wahrscheinlich auch wieder aus Footage zusammengeschnitten. Dazu kommt noch eine größere Schießerei auf dem Boden, die zwar ganz nett aussieht, aber allein noch keinen unterhaltsamen Film macht. Mirror Wars bietet einfach keinen Grund von Whisky auf Wodka umzusteigen. Immerhin sieht man mal andere Flugzeuge als F-16 und Konsorten, dennoch bleibt das Gesamtwerk enttäuschend.
3/10

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