Review

„Sex and the Matrix“ ist eine sehr originelle Kurzfilm-Parodie, die für das Unterhaltungsprogramm der MTV Awards konzipiert und gedreht wurde.
Es handelt sich wie es der Titel schon vermuten lässt um ein Crossover zwischen
dem Kinohit „The Matrix“ und der erfolgreichen TV-Serie „Sex and the City“.
Zwar ist die Laufzeit mit knapp fünfeinhalb Minuten recht kurz, doch für ein
solches Spaßprojekt ist das Ganze ziemlich aufwendig und auch sehr amüsant.

Eine ähnliche Parodie hat es bei den Awards schon für „Herr der Ringe“ gegeben,
mit Originalschauspielern aus dem Film und zusätzlich mit den Stars Jack Black
und Sarah Michelle Gellar in weiteren Rollen. War schon dieses Special durchaus
sehenswert, so ist „Sex and the Matrix“ noch eine Klasse besser.

Der skurrile Mix funktioniert bestens, vor allem dank der gut aufgelegten und
selbstironisch agierenden Schauspieler. So spielen alle vier Hauptdarstellerinnen aus
Sex and the City ihre gewohnten Rollen, wobei Carrie (Sarah Jessica Parker) die
Hauptrolle übernimmt. Laurence Fishburne spielt umwerfend komisch seinen Part als Morpheus und Comedian Jimmy Fallon schlüpft in die Rolle des Neo. Eine Fehlbesetzung
ist Fallon sicher nicht denn er kann schauspielerisch überzeugen und passt auch optisch zur Rolle.

Es beginnt mit dem stark verkürztem Serienvorspann und der bekannten Sex and the City-Titelmelodie. Carrie wacht in ihrem Appartement auf und bekommt eine mysteriöse Botschaft über ihren Laptop. Sie folgt dem ominösem weißen Kaninchen, lustig dargestellt von Vince Vaughn, und lernt den charmanten Neo kennen. Ist Neo der richtige für Carrie? Wie wird Carrie reagieren wenn sie das Geheimnis der Matrix erfährt?

Diese lustige Grundidee wird mit viel Charme umgesetzt und der Kurzfilm funktioniert hervorragend: Die Effekte sind erstklassig, die Schauspieler wie gesagt gut gelaunt bei der Sache und es werden viele Verbindungen zu den Originalen geliefert. Der Dialogwitz trifft genau den Ton von „Sex and the City“ und die Bildästhetik ist, teilweise ironisch überzeichnet, voll im typischen Matrix-Look. Die pseudophilosophische Story und die überladenen Dialoge der Matrix-Filme wird hier sehr gut persifliert, ohne albern zu werden oder respektlose und platte Witze zu bieten. Auch der Song „Hellbilly Deluxe“ von Rob Zombie erklingt kurz und repräsentiert den Matrix-Soundtrack.

Die Schlusspointe ist sehr gelungen und trotz der kurzen Laufzeit hat es tatsächlich eine schöne, kleine und in sich geschlossene Handlung gegeben.

Dafür 07/10

Fazit: Fans beider Originale dürften alleine aufgrund der Starpräsenz interessiert sein, aber auch alle anderen dürfen einen Blick riskieren die etwas für Parodien übrig haben.

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