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Fortsetzung der Erlebnisse der Tierärztin Christine (1993), welche im Ursprungsfilm vorübergehend ihren kranken Vater in dessen Praxis unterstützt und so ihren alten Beruf wieder ausgeübt hat, sehr zum Verdruss ihres Ehemannes, welcher die Frau lieber daheim am Herd hatte. Ein Emanzipationsfilm, ein Heimatfilm auch und die Andeutung einer Romanze, hier wie dort und folgend noch im dritten Teil jeweils von Hauptdarstellerin Uschi Glas selber geschrieben und vom erfahrenen, aber wohl auch einzig möglichen, da bei Lisa Film GmbH produzierten und damit fälligen Otto W. Retzer gedreht. Das Team bleibt demnach dasselbe, die Betrachtung einer Frau mittleren Alters, die sich den Umständen entweder anpassen will oder anzupassen hat, aber eigene Gedanken und Gefühle aufweist und sich so autark ins Leben aufmacht:

Dr. Christine Nemes [ Uschi Glas ] hat nach dem Herzinfarkt ihres Vaters Dr. Gustav Gruber [ Ernest Borgnine ] dessen Tierarztpraxis erst kurzfristig übernommen und führt diese nun auch unterstützend weiter. Ihr Ehemann Thomas [ Horst Janson ] hat sich damit arrangiert und pendelt berufstechnisch als Architekt zwischen Velden, Klagenfurt und Wien hin und her, auch ihr Sohn Roman [ Mathias Rothammer ] ist zumindest jetzt in den Ferien vor Ort, während die Tochter in Amerika zu einem Austausch weilt. Probleme gibt es durch Frau Kommerzialrat Therese Hollermeier [ Katharina Brauen ], die die Tierärztin wegen Kleinigkeiten gleich bei der Polizei anzeigt, außerdem schmeißt sich ihre fesche Schwiegertochter Frau Breuer [ Barbara Dumba ] recht direkt an Thomas heran, der diese Aufmerksamkeit seiner Frau verschweigt. Zudem taucht der Tierfänger Berti [ Martin Semmelrogge ] wieder auf und plant neue Ungereimtheiten, und Romans bester Freund Peter [ Markus Kreuzwirth ] verschweigt auch so einiges. Bald schaltet sich Bürgermeister Christoph Lautenbacher [ Fritz Wepper ] in die Angelegenheiten ein.

Mit einem vorläufigen Happyend im ersten Teil versehen, mit der Rückgewinnung der Zuneigung des Ehemannes und dem Bewusstsein um die Wichtigkeit des Zeigens der Gefühle und der Kinder auch vor allem, hier in gleicher Situation befindlich dann wieder, in der direkten Fortführung der Ereignisse von dort und dem weiterhin Bestreben. Hier beginnend erneut am Wörthersee und so dem beschaulichen Traumort, der Luxuskulisse abermals, dem Sehnsuchtsareal und seiner wunderschönen Umgebung, den Beruf als Tierärztin weitergeführt, den Vater vertreten und weiterhin in Kärnten beruflich und privat gelebt. Der Ehemann ist auch anbei, von München fortgezogen, der Tag am Beginnen und gleich mit einigen leichteren dramaturgischen Problemen, eine erste Zusammenfassung des Geschehens und der Veränderungen und der Bestandsaufnahme, eine kurze Rückbesinnung auf bereits passierte Ereignisse und eine Ratifizierung.

Ein "Riesenprojekt" hier angedacht und aufgemacht, dazu fürderhin die Beteiligung von Personen aus dem Vorgänger, der Semmelrogge bspw. auch hier anbei, dafür die Filmtochter 'verschwunden' und in Abwesenheit und dies erklärt auch verbal, eine narrative Weiterreichung. Mit etwas mehr Tempo aufgezogen als der erste Teil, etwas mehr Hektik, dazu einige Running Gags wieder aufgenommen und fortgeführt. Wichtig ist hier der heimatliche Bezug und das provinziale Konstrukt, dazu eine dramatische Reichung aus einem bereits angerissenen Subplot, geht es aufgrund des Set und Settings der Tierärztin auch um die animalischen Lebewesen und einige profitgierige Menschen, die Gewinn schlagen wollen aus den unschuldigen Kreaturen. Eine ökologische Sichtweise und eine ökonomische, dazu ein erstes Hin und Her in der Erzählung, alle Familienmitglieder mal in der Aufnahme, der Vater mit dem Sohne und der Ehemann mit seiner Frau und der Großvater mit der Tochter sowie wieder einiger Gefühlsdusel und baldige Emotionen und Scherereien.

Ein Familienfilm, ein Heimatfilm, ein Liebesdrama und dies mit vorübergehend leichter Note und mal schweren Entwurf auch, wird allerdings mehr in die Gesellschaft und die Umgebung geblickt, "Schluss jetzt mit der Inquisition", wird am Esstisch geplauscht und gelacht und sich dem Wohlfühlen hingegeben und auf dem See spazieren gefahren und sich amüsiert. Retzer als Verwalter der Lisa Film GmbH hier, als Erzähler der Geschicke vom Wörthersee, eine ruhige Inszenierung trotz oder wegen des narrativen Trubels hier, weniger friedlich gehalten und beizeiten mit einigen schwerwiegenden Andeutungen. Andere Personen werden hier in Augenschein genommen, eine mögliche Konkurrentin und ein intriganter "Drache", die auch vor Anzeige bei der Polizei nicht zurückschreckt und anderen Machenschaften. Dabei gibt es auch Cameoauftritte von u.a. Rudolph Moshammer und Joachim Busse, einige davon unangenehm aber im Ton und insgesamt schwerwiegender gehalten.

Um Träume geht es hier und die Erfüllung dessen oder das Aufgeben dieser, gibt es vielerlei Kommunikation und Interaktionen mit verschiedenen Personen, ein vielfältiger dramatischer Ansatz mit weniger Frohwollen und mehr Sinn für das Dramatische, darunter eine Sterbehilfe für einen kranken Hund; eine Szene, welche so oder ähnlich auch im Vorgänger (bei einer Kuh) gezeigt wurde, aber lange nicht so ausgeschmückt und durchaus effektiv gespielt. "Irgendwie ist er längst nicht mehr so vergnügt, wie ich ihn eigentlich kenn.", heißt es hier über eine Person, das trifft durchaus auf den gesamten Film zu, wird hier ein wenig die Seichtigkeit und Leichtigkeit vergessen und die Botschaft samt Spannungsmomente inklusive einem aufregenden Finale in der Marienhöhle herübergerückt und ausgeprägt, fehlt ein wenig die Beschaulichkeit, auch wenn man es zwischenzeitlich immer wieder versucht und dies dann durchaus auch gelingt; "Und ich ruf zuhause an, damit die sich auch freuen können. Die Brötchen fürs nächste Jahr sind gesichert.", das Happyend auf die letzten Meter noch gereicht und die Fortsetzung präsentiert.

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