Martin Lawrence und Eddie Murphy blödeln und ackern sich durch ein tragikomisches Knastleben.
Rayford Gibson (Eddie Murphy) und Claude Banks (Martin Lawrence) sind zwei Typen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Ray ist ein windiger Gauner, Claude ein naiver Bankangestellter. Doch beide haben eines gemeinsam: Geldschulden bei einem mächtigen Gangster, der sie beide hochnimmt und von jeden seine Kohle haben will. So hat man die beiden Buddys schon mal fix zusammengebracht.
Um das Geld aufzutreiben, sollen sie eine Ladung Alkohol aus dem Süden nach Chicago schmuggeln, doch der Deal läuft nicht glatt. Sie werden für einem schwarzen Falschspieler beschuldigt, denn in Wirklichkeit der rassistische Sheriff gekillt hat. In den rassistischen 30ern heißt das für die beiden Unschuldigen: Lebenslänglich.
Die beiden werden ins Gefängnis gebracht, womit sie sich nicht abfinden können. Beide denken an alle Möglichkeiten herauszukommen von Berufung bis hin zu Flucht. Doch abseits der Pläne herauszukommen, müssen sie noch daran denken im Knast zurechtzukommen, wo Zwangsarbeit, Unterdrückung und auch Homosexualität an der Tagesordnung sind...
Die Handlung von „Lebenslänglich“ ist an sich in Ordnung, scheitert aber an einem entscheidenden Faktor: Der Versuch leichte Komödie mit ernsten Knastthemen zu verbinden. Denn trotz aller Bemühungen um ernst, sind Themen wie Rassismus, Unterdrückung und Tod nur kleine Schatten in einer Welt, in der auch in beschissenen Lagen die Sonne scheint und seltsamerweise scheinen derartige Themen nie wirklich schlimm. Das ist schade, denn dahinter steckt an sich ein ambitionierter Gedanke, aber so bleibt in ernster Linie eine kleine Gaunergeschichte mit ein paar ernsten Momenten von der man allerdings keine große Spannung oder besonderen Tiefgang erwarten sollte.
Die Witze sind recht gelungen und kommen ohne Klamauk und Gezappel aus, so dass es „Lebenslänglich“ stellenweise dann doch gelingt dem Zuschauer das Lachen im Halse stecken bleiben zu lassen. Meistens sind die Wortgefechte und Missgeschicke der beiden Heroen dann doch eher zum sorgenfreien Schmunzeln mit ein wenig Satire.
Lawrence und Murphy sind ein gutes Duo und spielen ihre beiden Charaktere recht gut ohne dabei Topleistungen zu erbringen. Auf sie fokussiert sich der Film auch die meiste Zeit, so dass die routinierten Nebendarsteller minder wichtig erscheinen – obwohl man diverse doch zumindest vom Gesicht her kennt.
Ganz nette Tragikkomödie, die leider nicht ernsthaft genug ist, um den Stoff ganz gerecht zu werden. Doch immerhin leichte Abendunterhaltung.