Hoffentlich sind die Zeiten von Gross-Out-Humor jetzt endlich vorbei, denn noch viel flacher als „Tomcats“ geht’s eigentlich schon gar nicht mehr.
Trotzdem haben die Macher eins geschafft: den idealen Film für die Junggesellenvorabparty zusammenzuschustern, denn an Peinlichkeiten in punkto Körperfunktionen oder Sexalbernheiten ist das hier ein Meilenstein.
Der Plot, wenn man ihn denn findet, reicht dagegen kaum für einen Zehnminüter. Nachdem er wegen Spielschulden mit dem Tode bedroht wird, kommt ein Comiczeichner auf die Idee, binnen eines Monats seinen Freund zu verkuppeln, um als letzter Junggeselle seines Freundeskreises eine Wettsumme einzustreichen. Natürlich verliebt er sich selbst in die Auserwählte und alles weitere können wir uns denken.
Daß diese Story im Filmverlauf immer mal wieder verlustig geht, um Platz für Geschmacklosigkeiten zu liefern, ist der nötigen Filmlänge zuzuschreiben. Zwischendurch mal ne Hodenoperation und diverse Geschmacklosigkeiten mit dem entfernten Testikel, ein Streifzug durch eine Samenbank (hoho, drei Becher voll beim Gedanken an Shannon Elizabeth) und natürlich fehlt auch nicht das Bibliothekarsmäuschen, das daheim mit Mutti zusammen die Prügeldomina gibt. Daß man hin und wieder trotzdem grinst, ist der schieren Absurdität des Geschehens zuzuschreiben und der Unfaßbarkeit, daß wirklich jemand das auf Film gebannt hat.
Jerry O’Connell erweist sich dabei als Schnittsumme aus tolpatschigem Knuddelbär und grenzdebilem sexgeilen Idioten, während Jake Busey der Einfachheit halber nur den zweiten Teil gibt. Shannon Elizabeth kann da auch nichts Bedeutendes mehr reißen, ist aber nett anzusehen.
Das Ergebnis am Ende ist ein schrecklich blöder Film, übertrieben bis zum Exzess und trotz aller Unfaßbarkeiten stets vorhersagbar. Wer es mal besonders flach mag, nur ran, immerhin sind reichlich schöne Damen zu sehen. Die Eigene sollte man jedoch solange in ein schickes Lokal weiterreichen. (3/10)