Sharkman ist ein weiteres Paradebeispiel für den Ruf, den Nu Image unter Filmfreunden genießt. Eine lächerliche Geschichte verpackt in billigem CGI und Stock Footage, gespielt von einigen alternden Genregrößen und völlig talenfreien C-Mimen.
Der irre Dr. King (Jeffrey Combs) experimentiert auf einer abgelegenden Karibikinsel mit dem Erbmaterial von Haien und Menschen, um eine neue Superrasse zu erschaffen. Unter dem Vorwand bei seinen Forschungen eine Möglichkeit gefunden zu haben Krebs zu heilen, lockt er seinen ehemaligen Boss Feder (Arthur Roberts), die Wissenschaftlerin Amelia (Reich und Schön Sternchen Hunter Tylo), deren Freund Tom (William Forsythe mit ein paar Pfunden zu viel auf den Rippen) und einige andere Personen auf seine Insel.
In Wirklichkeit will King sich aber nur an Feder und den anderen rächen, weil die ihn einst verstießen. Deshalb soll nun Kings Hai-Mensch-Monster (sein eigener Sohn Paul, der an Krebs litt und durch die Experimente mit den Haigenen zwar gerettet wurde, aber nun mehr Tier als Mensch ist) die Männer der Gruppe verspeißen und sich mit den Frauen versuchen zu paaren. Die Sache mit dem Nachwuchs hat bis jetzt nämlich nicht so gut funktioniert. Zwar durfte Haifisch Paulie in Papas Labor schon zahlreiche junge Frauen begatten (wie auch immer das gehen soll, wenn man sich das Vieh mal genauer anschaut), aber die Kinder sind bis jetzt alle nix geworden. Da passt es dann natürlich umso besser, dass Amelia die Ex-Verlobte vom Fischkopp ist.
Zunächst kann die Gruppe aber noch aus Kings fängen entkommen. Da sich auf der Insel neben Paul (kann sich auch an Land fortbewegen) jedoch auch noch zahlreiche Söldner tummeln, müssen bis zum großen Finale nach und nach die meisten der Pappnasen mehr oder weniger blutig dran glauben...
Dieser Bockmist sucht wirklich seinesgleichen. Vor lauter Unzulänglichkeiten weiß man gar nicht wo man anfangen soll mit seinem Veriss.
Die Story ist natürlich schon mal hahnebüchend. Dass jemand für eine derartige Scheiße auch noch Geld bezahlt ist eigentlich unverständlich. Aber gut, ist ja nicht das erste Mal. Das erbärmliche Drehbuch ist zusätzlich voll von Logiklöchern mit dem Durchmesser der Insel und Dialogen jenseits der Schmerzgrenze. Ein weiteres riesen Ärgernis ist das titelgebende Monster. Nicht nur, dass das Vieh kein bisschen aussieht wie ein Mensch sondern nur wie ein etwas verformter Hai, es ist auch nie wirklich ganz zu sehen. Wahrscheinlich aus Kostengründen sind sämtliche Angriffe so hektisch geschnitten, dass man immer nur Bruchstücke der Kreatur und ein wenig CGI-Blut zu Gesicht bekommt. Die Bluteffekte bei den Angriffen sind dann aber noch einigermaßen in Ordnung. Roter Saft aus dem PC, etwas echtes Kunstblut und einige abgebisse Körperteile reichen aus, um wenigstens ein wenig zu Punkten. Dennoch ist die Spannung bei den Attacken gleich null und die Figuren sind dermaßen uninteressant, so dass es einem sowieso scheißegal ist, wer da gerade dran glauben muss.
Neben der Monsteraction gibt es auch noch reichlich Ballerreien und Explosionen bei den Auseinandersetzungen mit Kings Söldnern. Die sind zwar noch ganz unterhaltsam, aber nicht minder dümmlich. Sämtliche Szenen mit Hubschraubern und Kampfbooten dürften aus anderen Filmen stammen. Tom und Co müssen nie nachladen, drei Schuss aus einer Kalaschnikow reichen aus um einen Heli zu sprengen und von Deckung haben unseren Helden wohl auch noch nie etwas gehört. Macht aber auch nix, sie werden ja eh nie auch nur ansatzweise getroffen.
Arg panne sind auch die nicht zusammenpassenden Kulissen. Mal ist Karibikinsel angesagt (wobei hier einige Aufnahmen auch klar wo anders geklaut sind), dann wieder rumänischer Wald.
Zu gute Halten kann man Regiesseur Oblowitz nur, dass die ganze Chose recht flott über die Bühne geht und so wenigstens immer etwas passiert und nicht all zu viel Langeweile aufkommt. Ein Glück auch, dass Combs und Forsythe mit von der Partie sind. Wären die beiden Hauptrollen ähnlich talentfrei besetzt wie der Rest, wäre wohl gar nichts mehr zu retten gewesen.
So bleibt unter dem Strich ein grenzdebiler Haufen Scheiße von einem Film, der leider auch nicht wirklich als Trash-Entertainment durchgeht, da sich das Machwerk viel zu ernst nimmt und komplett auf Selbstironie verzichtet. Einzig das straffe Tempo, die beiden Hauptdarsteller und die überzogenen Actioneinlagen retten diesen Schund vor der Höchsstrafe. Ist aber ganz unten mit dabei. (2,5/10)