Review

Gesamtbesprechung

Neben der Cosby Show dürfte Friends wohl eine der langlebigsten US-Sitcoms überhaupt sein. Finanziell hatte aufgrund der späten Geburt allerdings Friends die Nase vorn. Nach 10 Jahren wurde die Serie erst eingetellt, aber nicht wegen mangelndem Zuschauerinteresse, sondern vorgeblich auf Eigeninitiative der Hauptdarsteller und Courtney Cox Schwangerschaft, aber hinter vorgehaltener Hand munkelt man, das jeder der sechs mittlerwele pro Folge eine Million Dollar Gage bekäme und selbst die sprudelnden Werbeieinahmen eine Fortsetzung der Erfolgsserie nicht mehr refinanzieren konnten.

Sei es wie es ist, das Erfolgskonzept um sechs Grundverschiedene New Yorker, die zusammen alle ihre Probleme gemeinsam durchlebten und durchlittenging auf und wurde ein Riesenhit. Die Handlung spielte sich zumeist im Central Perk Cafe oder in den Wohnungen der Beteiligten ab und dank der guten Drehbücher und überzeugenden Darsteller, die sich gegenseitig amüsant die Bälle zuwarfen, waren die jeweiligen Folgen stets sehr kurzweilig. Jeder Zuschauer konnte sich dabei mühelos mit dem einen oder anderen Chrarakter identifizieren, sei es nun die fürsorliche Rachel, die neurotische Monica, die leicht entückte Phoebe, der tumbe Joey, der sarkastische Chandler oder der etwas komplizierte David, für jeden war etwas dabei, was den Einstieg in die Sitcom leicht machte und aufgrund der Qualitä blieb man auch gerne dabei. Dadurch das irgendwann jeder beinahe mit jeder (Ross und Monica als Geschwister mal ausgenommen) ene Hochzeit, eine Affäre oder zumindest eine leichte Turtelei hatte, kommt noch der richtige Schuß Soap dazu, et voila, ein Erfolg wurde geboren.

Die Hauptaussage steckt dabei schon im Titel, Freunde gehen durch dick und dünn, wie es auch der Titelsong der Rembrandt´s "I´ll be there for you" vorlebt. Das ganze wird dabei mit einer intelligenten Herzlichkeit dargebracht und der Humor bleibt lustig ohne unter die Gürtellinie zu gehen. Manchmal war mir das ganze sogar zu nett, einen Schuß mehr Bissigkeit hätte die Struktur schon vertragen, aber da wird letzten Endes jeder seine eigene Meinung zu haben. Interessant ist noch vor allem die Liste der Gaststars. Also wenn sich eine Sitcom anhand der Berühmheit derer Leute messen lassen könnte, die zumindestens mal eine Folge lang eine Gastrolle hatten, dann ist Friends allerdings auf Jahrzehnte unschlagbar. Die Gästeliste liest sich wie ein Hollywood Almanach, den Promis scheints Spaß gemacht zu haben hier vorbei zu schauen. Für die simple Vorgabe, das Leben von sechs Freunden zu verfilmen ist es wirklich erstaunlich zu welchem Giganten sich das entwickelt hat. Mit einem Schuß mehr Bundyimus wärs die Krönung, aber auch so bleibt eine tolle Serie.

8/10

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