Review

Um das Horror B-Movie " Mindripper " besser zu verkaufen, ließ man sich gleich zwei Dinge einfallen. Erstens setzte man den Namen Wes Craven davor, welcher hier aber nur als Produzent fungiert und zweitens nimmt man ihn als den dritten Teil von " The Hills have Eyes " auf, dabei hat er mit den beiden Vorgängern wirklich gar nichts am Hut. Immherin steckte man acht Millionen Dollar an Budget in den Horrorschocker und übergab dem unbekannten Regisseur Joe Gayton das Regiezepter. Doch man konnte nur eine Videopremiere verbuchen, welch zudem noch die geschnittene Auflage enthielt. Aber man möge es kaum glauben, dass der Film 1996 für den " International Fantasy Film Award " nominiert wurde.
Story:
In einem unterirdischen Labor will eine Gruppe um den Wissenschaftler Stockton ( Lance Henriksen ) einen Super Soldaten züchten und ein im sterben liegender Selbstmörder ist das Opfer. Ihm wird eine Art Virus gespritzt, welches den Körper wieder regenerieren soll, doch es kommt anders. Sechs Monate später erwacht er aus dem Tiefschlaf und metzelt die halbe Crew nieder. in dem großen Laborkomplex beginnt nun eine blutige Hetzjagd, bei der der Mindripper sich nach und nach seine Opfer holt. Leider sind auch Stocktons Kinder anwesend.

Der komplette Film verläuft nach Schema F und bietet die typische Story mit dem außer Kontrolle geratenen Experiment, welches sich dann gnadenlos auf seine Schöpfer stürzt. Das gab es schon oft, meistens auch besser, jedoch kann man dem Film eine gewisse Unheimlichkeit nicht absprechen. Allein schon der unterirdische, riesig große Komplex, welcher sehr karg beleuchtet ist, massenhaft dunkle Gänge und Räume bietet, ist der perfekte Platz für diese Hetzjagd. Der Score ist etwas eintönig, bringt aber einige wirklich gruselige Sounds zur Untermalung.
Leider ist das Ganze wieder sehr zäh geworden. Hier wieder eine nervige Liebesgeschichte, da die problematische Vater Sohn Beziehung, bei der natürlich am Ende die Wogen geglättet sind und sonstige Klischees sind massenhaft vertreten, auch die typische Dummheit der Charaktere. Der Mindripper selbst ist nett in Szene gesetzt und sieht mit seinen gelben Kontaktlinsen richtig widerlich aus. Überhaupt kann man auf der Goreseite punkten. Es gibt zwar nicht sehr viele blutige Morde, aber das Gebotene ist sehr gut in Szene gesetzt worden und ist vor allem handgemacht. Genickbruch, Aufspiessen, oder der Mindripper setzt seine spitze Stachelzunge ein, welche Nasen, sowie Augen durchbohrt. Auch wenn öfters etwas passiert gibt es keinen richtigen Höhepunkt, wobei das Finale dann noch recht actionreich ist, mit einem often Steh auf, des Mindrippers.
Lance Henriksen spielt auch hier suverän seine Rolle und kann von den Darstellern am meisten überzeugen. Giovanni Ribisi als schwieriger Sohn nervt gelegentlich, während Claire Standfield solide agiert.

Fazit:
Grundsolider B-Schocker mit passablem Spannungspegel und seltenen Schockeinlagen. Die Story wartet mit Klischees ohne Ende und verläuft ganz nach Schema F. Die Darsteller agieren durchschnittlich. Die F/X sind gelungen, aber allgemein passiert etwas zu wenig, daher wirkt " Mindripper " an manchen Stellen viel zu zäh. Es gibt aber auch wesentlich Schlechteres auf dem Sektor.

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