Wenn einem sonntagmorgens langweilig ist, kann es passieren, daß man sich diesen deutschen Film im Fernsehen ansieht - davor möchte ich warnen!
Die äußerst unrealistische Story um die "toughen" Knastrockerladys, die eine Band gründen und sich mal eben so aus dem Gefängnis verkrümeln, ist so egal wie austauschbar und an den Haaren herbeigezogen. Deutsche Spießer-Filmkultur will amerikanisierte Freiheits- und Rockmusikmythen thematisieren, das geht mal gepflegt in die Hose!
Die Darstellerinnen sind so pathetisch und schlecht, daß es schon schmerzt; das Drehbuch sowas von klischeehaft und unglaubwürdig, daß es nur noch ätzt. Keine Sekunde nimmt man einer Katja Riemann die rebellische Bandleaderin ab. Tabatabai wirkt fast noch lächerlicher, wie in einer Theateraufführung der Sonderschule!
Der bemühte, feministische Grundton des Films ist auch völlig aufgesetzt und animiert zum Fremdschämen. Wie konnte solch eine schnulzige Pseudo-Frauenpower-Gurke ernsthaft Filmpreise gewinnen?
Außerdem sieht man ständig, daß hier natürlich keine echten Musikerinnen zugange sind, sondern untalentierte, unsympathische Tussen. Die Lieder selbst sind passend zum Filmgeschehen harmlose Wischi-Waschi-Kompositionen ohne jeglichen Biss und Anspruch. Sowas würden wohl nur Pur-Fans als Rockmusik bezeichnen...
Der gesamte Film sowie sein Soundtrack sind weichgespülte, identitätslose Abziehbildchen einer schmalzigen Hausfrauen-Fantasie, übelst! Weder als Musik- noch als emanzipierter Frauenfilm ernstzunehmen. 2/10