Nach dem sehr ordentlichen ersten Teil erwartet den Zuschauer bei "Mortal Kombat 2" eine lieblose Aneinanderreihung unspektakulärer Fights, langweilige Kulissen und eine noch langweiligere, völlig belanglose Story, die einzig als Aufhänger für die zahlreichen Klopperreien dient. Auch die Darsteller bleiben zu meist blass, insbesondere im Vergleich zum ersten Teil. Einzig der Eastern-erprobte Robin Shou sorgt mit seinen Martial Arts-Künsten für ein wenig kampfbezogene Unterhaltung, insgesamt fällt dies aber im allgemeinen Negativtrend nicht weiter ins Gewicht und auch die Präsenz eines James Remar verpufft weitesgehend (was hat der hier überhaupt verloren?!).
Wer jetzt wenigstens auf bluttriefende Fatalitys in der Tradition der berüchtigten Videospiele wartet, wird ebenfalls bitter enttäuscht. Funktionierten die Fights im Anderson-Erstling dank schicker Optik auch ohne übertriebene Gewaltdarstellung, so sieht man "MK2" seine Billigkeit in jeder Szene an. Die FSK18 ist letztlich nur noch als purer Hohn zu bezeichnen, der wohl einzig darauf abzielt, mit dem "bösen", roten Siegel noch ein paar unwissende Käufer anzulocken.
Bestenfalls für Hardcorefans und MK-Komplettisten einen flüchtigen Blick wert...