„Mortal Kombat 2“ ist eine grottenschlechte und mies gemachte Fortsetzung auf absolutem C-Niveau.
An sich ist die Erde inzwischen gerettet, doch die menschlichen Vertreter Lord Rayden (James Remar), Liu Kang (Robin Shou), Johnny Cage (Chris Conrad), Sonya Blade (Sandra Hess) und Prinzessin Kitana (Talisa Soto) haben nicht lange Zeit sich zu freuen. Denn der böse Lord Shao Khan (Brian Thompson) verletzt die Regeln und beginnt mit einer Invasion der Erde. Natürlich muss er das den Helden persönlich sagen und noch Johnny ermorden. Was für einen Sinn der Mord für den Film macht, ist unklar. Versuchte Dramatik oder einfach die Tatsache, dass Held Liu Kang neben Johnny schon in Teil 1 wie ein Würstchen wirkte.
So versuchen die Kämpfer die drohende Vernichtung zu verhindern, wofür sie sieben Tage Zeit haben. Rayden will den Rat der Götter aufsuchen und fragen, warum den Fieslingen der Übergriff erlaubt ist. Sonya soll ihren Partner Jax Briggs (Lynn 'Red' Williams) zu Hilfe holen, der in einem Labor rumhängt und mechanische Kraftverstärker auf die Oberarme bekommt (saudoofe Idee und sieht auch scheiße aus). Liu Kang und Kitana sollen einen Einsiedler aufsuchen, bei dem Liu Kang trainieren soll. So spaltet der Film auf haarsträubend dämliche Weise seine Figuren auf, damit die auch einzeln oder in kleinen Gruppen Gegner plätten darf.
Sonya kann Jax zu Hilfe holen und macht sich mit ihm auf den Weg, natürlich nicht ohne auf Widerstand zu stoßen. Liu Kang hat weniger Glück: Auf dem Weg wird Kitana entführt und er beginnt sein Training eher widerwillig. Auch Rayden kann bei den Göttern nicht allzu viel erreichen, doch die Helden nehmen den Kampf auf...
Die Story von „Mortal Kombat 2“ ist so mit das dämlichste und unverständlichste was das Genre je hervorgebracht hat. Anscheinend haben die Produzenten einem 12jährigen den Vorgänger und die Spiele in die Hand gedrückt und ihn beauftragt, daraus ein Script zu verwursten, anders kann man sich das debile Buch nicht erklären. Unlogische und saudämliche Wendungen strecken den Film mühselig auf B-Filmlänge, die Verflechtungen der Charaktere sind kompliziert und wirr erdacht und der Plot taugt noch nicht mal als Folie für die zahlreichen Kampfszenen. Da war selbst die Pseudostory des Vorgängers mit dem Turnier noch um Längen besser.
Auch das Auftreten der Fiesling ist wirr. Da gebietet der böse Herrscher über riesige Mengen an Ninjas, aber die nur kurz als Prügelmasse herhalten, später aber keine Rolle mehr spielen. Die Bösewichte allgemein sind bunt gemischter als eine fahrende Zirkustruppe, aber viele kommen gar nicht zum Einsatz (z.B. die vierarmige Zicke). Der Bruder eines im ersten Teil getöteten Fieslings ist jetzt auf einmal gut, taucht aber nur einmal auf um den Helden zu retten, spielt dann auch keine Rolle. Neben diesem inhaltlichen Desaster bietet der Film dann auch noch mieseste PC-Effekte, die man fast selbst am heimischen Computer besser tricksen könnte.
Bleiben noch die zahlreichen Kampfszenen, aber selbst diese können nicht wirklich überzeugen. Viele sehen einfach nur schlecht und unspektakulär aus, andere benutzen so offensichtliche und unrealistische Wirework-Tricks, dass sie nur Gähnen hervorrufen können. Immerhin einige Kampfszenen bieten noch ein paar spektakuläre Martial Arts Einlagen, die zusammen mit der typischen Musik und ein paar wenigen, flotten Kamerafahrten für ein gewisses Maß an Unterhaltung sorgen.
Für die Schauspieler spielen alle auf dem gleichen Niveau: Alle scheiße. James Remar ist kein Ersatz für Christopher Lambert, Robin Shou hat als Hauptdarsteller soviel Charisma wie eine Packung aufgeschnittenes Weißbrot und Lynn 'Red' Williams als Sprücheklopfer nervt mit seinem dämlichen Gelaber. Talisa Soto sieht immerhin sehr hübsch aus.
Grottenschlechte Fortsetzung auf C-Niveau. Selbst die meisten Kampfszenen sind schlecht, so dass nur die paar gelungenen Martial Arts Einlagen den Film ein wenig über den absoluten Bodensatz heben.