Review

Gagreiche Parodie auf sämtliche Märchen- und Disneyklischees mit zwei sympatischen Antihelden.

Ich hatte Anfangs sogar Bedenken, den Film anzuschauen, denn es wird ein typisches Märchen aus einem Buch erzählt und ich dachte nur: Oh oh, hier wird eine grausige schöne-heile-Welt-Disney-Geschichte erzählt. Spätestens wenn die Seite rausgerissen wird und man Shrek das erste Mal sieht, ist aber klar, dass wir es hier mit einer astreinen Parodie zu tun haben, die mehr als genug Seitenhiebe auf Disney und sonstige Märchen bereithält.

Alleine schon Shrek ist so gar nicht der typische Held - ein eher schlecht gelaunter, rülpsender, furzender Oger, der eigentlich nur seine Ruhe haben will. Sein Sidekick in Form des vorlauten, nervigen Esels kann auch etliche Lacher für sich verbuchen. Und auch Prinzessin Fiona ist nicht gerade dass, was man sich landläufig unter einer Prinzessin vorstellt. Sie ist eine selbstbewusste, emanzipierte Frau und ganz nebenbei auch noch eine ausgebildete Kampfamazone, die Matrix-like kämpfen kann.

Somit sind auch sämtliche Befürchtungen vom Tisch, der Film könnte familienfreundliche Disney-Unterhaltung auffahren. Dem ist zum Glück überhaupt nichgt so, obwohl es natürlich auch die ein oder andere etwas kitschige Szene gibt. Das wird aber durch die Masse an Gags und Anspielungen locker wieder ausgeglichen.

Auch vom technischen Aspekt kann sich der mittlerweile 4 Jahre alte Film immer noch sehen lassen. Die Animation der Figuren ist perfekt und die deutsche Synchro geht voll in Ordnung.

Fazit: Ein Familienfilm, der überhaupt nicht familienfreundlich ist. Gibt's selten und sollte es wesentlich öfters geben.

8 von 10 Punkten

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