Review

Staffeln 1+2

Zwei Brüder: Der eine wartet auf die Todesstrafe für einen Mord, den er nicht begangen hat - der andere geht freiwillig ins Gefängnis, um seinen Bruder mit einem waghalsigen Plan zur Flucht zu verhelfen. Das ist der Stoff für eine der besten TV-Serien, die die Fernsehgeschichte bislang gesehen hat.

Serienschöpfer Paul T. Scheuring und sein Team haben um die ohnehin spannende Grundidee eine komplexe Verschwörungsstory gewoben und zusätzlich zahlreiche persönliche Geschichten eingeflochten - und damit zurecht einen Volltreffer bei Kritik und Publikum gleichermaßen gelandet. Die Macher setzten dabei von vornherein auf das Konzept eines übergreifenden Handlungsbogens mit einer ständig fortlaufenden Handlung (ähnlich wie „Lost“, „The Shield“ oder „Babylon 5“).

Während der ersten Staffel konzentriert sich die Geschichte auf die Geschehnisse innerhalb des Fox-River-Gefängnisses, aus dem die Hauptfiguren Michael Scofield und Lincoln Burrows mit einigen weiteren Insassen (wie dem Mafia-Boss John Abruzzi und dem soziopathischen Mehrfach-Mörder T-Bag) auszubrechen planen. Derweil untersuchen zwei Anwälte die Hintergründe der Verschwörung und bringen sich damit selbst auf die Abschussliste.

Die zweite Staffel – Achtung, Spoiler – dreht sich um die Flucht der Protagonisten nach dem gelungenem Ausbruch. Eine Odyssee quer durch die Staaten auf der Flucht vor den Häschern - angeführt vom ambivalenten FBI-Agenten Mahone - erwartet die Hauptfiguren hier, von denen jeder seine ganz eigenen Ziele verfolgt.

Die faszinierende Serie wartet dabei mit enormen Spannungskurven, feiner Charakterzeichnung, hohem Tempo und toller Action auf und ist schlichtweg intelligent und professionell geschrieben. Klasse Schauspieler und ein atmosphärischer Soundtrack runden das gelungene Gesamtbild einer Top-TV-Serie ab, für die eine uneingeschränkte Empfehlung ausgesprochen werden muss!

Für alle des Englischen mächtigen gilt übrigens wie üblich: unbedingt im Original schauen, Synchro-Fassung meiden!

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