Tag für Tag sitzt Terry Doolittle vor ihrem Computer und gibt Überweisungen ein. Ihre einzige Freude besteht darin, ab und an mit Kollegen im Ausland zu kommunizieren und ein paar Kochrezepte auszutauschen. Was aber eines Tages auf ihrem Monitor auftaucht, scheint aus einer anderen Küche zu stammen. Ein gewisser "Jumpin' Jack Flash" bittet Terry um Hilfe. Es stellt sich heraus, dass es sich bei "Jack Flash" um einen Agenten des britischen Geheimdienst handelt, der ganz schön in der Klemme zu sitzen scheint. Er sitzt irgendwo im Ostblock fest. Deshalb bittet er Terry, doch einige Dinge für ihn zu erledigen, die zu seiner Befreiung beitragen könnten. Aber erst als sie schon mittendrin ist, merkt Terry, wie gefährlich das Agentenleben ist.
Ist Jumpin´ Jack Flash jetzt eine gute Komödie oder nicht? Ich möchte da mit einem entschlossenen Jein antworten. Das lustigste an dem Film sind eigentlich die antiken Computer mit denen man sich 1986 rumquälen mußte, zu dem Zeitpunkt hatte ich einen C64 zu Hause und fand, das dieser gegen diese Grünstichterminals wirkt, wie Deep Blue gegen einen Schachcomputer aus Holz.
Die Grundidee ist schonmal herrlich schräg bescheuert. Gelangweilte Bankangestellte bekommt Textnachricht eines britischen Geheimdienstes (warum ausgerechnet sie erklärt uns mal wieder niemand), textet sie zu ersäße in Osteuropa fest und erteilt ihr Aufträge die ihn aus dieser mißlichen Lage rausholen könnte. Ich bin mir sicher das James Bond das professioneller gelöst hätte und in heutigen Zeiten würde so eine Message in hohem Bogen in den Junk Filter fliegen, aber seis drum, sie willigt ein und erlebt hautnah das nicht immer schöne Agentenleben.
Dabei durchlebt sie Aktionen, wie ein Botengang zum britischen Konsulat, Beschaffung einer Namensliste aus Jacks Wohnung, bis hin zu einem ausgewachsenen Empfang. Selbstredend verstrickt sich der weibliche Eddie Murphy allein durch ihr loses Mundwerk in allerlei prekäre Situationen und muß sich meist durch eben jene Schnauze wieder herausquasseln. Das führt zwar zu einigen echt lustigen Szenen, aber kann auf Dauer nicht den Film alleine tragen, manchmal wirkt sie auch zu aufgedreht, was sich dann schon wieder am Rand der Nervigkeit bewegt. Insgesamt überwieden bei dieser netten Agentenparodie knapp die positiven Argumente. Aber ein Must see isses nicht.
6/10