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Träume werden Wirklichkeit in diesem zweistündigen Special, das uns zeigt, wie die Welt hätte aussehen können, wenn es diese unglaublichen, Feuer speienden Kreaturen wirklich gegeben hätte. Realistisch wirkende Reproduktionen, erstaunliche Computeranimationen und lebensechte Nachbildungen der inneren Organe lassen uns die Drachen von innen und außen erleben. Wir entdecken die Mechanismen, die es ihnen ermöglichten, zu fliegen und Feuer zu speien und sie zu den mächtigsten Raubtieren machten, die es je gegeben hat.

Eine interessante Herangehensweise nahmen die Macher von Dragons World, in dem sie mal eben die Trickfirma von Dinosaurier im Reich der Giganten und Harry Potter verpflichteten, um diese fiktive Doku zu produzieren. Dokutainment nennt man das wohl heutzutage. Hierbei findet ein Team junger Forscher in Rumänien den gut erhaltenen Körper eines jungen Drachen und versuchen anhand dessen Leichnam die Existenz der Spezies zu beweisen.
Allerdings legt man die Geschichte nicht nur als CGI-Festival in Szene, sondern versuchte auch durchaus wissenschaftliche Themen anzuschneiden. Ob es jetzt nun stimmen könnte, das die Drachen ihr Feuer mittels Platin, Wasserstoff und Methan entzündeten oder sie mittels mehrerer gasgefüllter Luftblasen ihren großen Körper in die Lüfte erheben konnten, laß ich einfach mal dahingestellt, aber es zeigt die Bemühungen der Macher nicht nur auf pure Effekthascherei zu setzen. Auch die aufgestellten Thesen, das Drachen bis Anfang des 16. Jahrhunderts noch in entlegenen Gegenden überlebt haben konnten ist mindestens genau so spekulativ, wie das die menschlichen Vorfahren das Feuer nicht erfanden, sondern einfach klauten.
So erhält man einen Einblick in die Welt eines Fabelwesens, wie sie vielleicht gewesen sein könnte. Wie gesagt, alles ist fiktiv, die Obduktion des Drachenkörpers ist nur gestellt. Dazu kommen sehr gute Animationen, Kämpfe gegen Tiger und Saurier und so gehen die knapp 100 Minuten doch recht flott vorbei.
7/10

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