Review

An den Kinokassen gefloppt erscheint der Film bei uns im Herbst gleich auf DVD. In den USA erschien vor einiger Zeit dagegen schon ein Unrated Directors Cut von "Bloodrayne", auf welcher dieses Review basiert.

Story: Als Kind musste Rayne mit ansehen wie ihre Mutter vom ihrem Vater, den Vampirkönig Kagan vergewaltigt und getötet wird. Endlich erwachsen schwört Rayne, ein Dhampire (Halb-Mensch, Halb-Vampir) Rache für diese Tat. Zusammen mit den beiden Vampirjägern Vladimir und Sebastian macht sie sich auf den Weg zu Kagans Schloss.

Auch mit seiner 3. Videospielverfilmung ist Deutschland Export Uwe Boll nicht der große Wurf gelungen. Doch ist "Bloodrayne" eine klare Steigerung zu seinem völlig missratenen Flickwerk "Alone in the Dark". Er toppt sogar den in meinen Augen unterhaltsamen "House of the Dead" und darf sich wohl Bolls bester Film schimpfen.

Wie auch in seinen anderen Filmen schafft es Boll eine Menge bekannter Gesichter für sein Movie zu gewinnen. So wird Hauptfigur Rayne von Terminatrix Kristanna Loken verkörpert. Auch wenn man ihr schauspielerisch nicht allzu viel abverlangt, macht sie ihre Sache sehr gut und darf auch mal in einer völlig unnötigen Sexszene ihre Titten präsentieren. Ihre Begleiter werden von Michael Madsen (Vladimir) und Matthew Davis (Sebastian) dargestellt. Davis bleibt in seiner Rolle eher blass und Madsen spielt wie eigentlich in jeden seiner Filme sehr routiniert. Ben Kingsley als Kagan sticht schauspielerisch auch nicht wirklich hervor. Auch die Nebenrollen sind prominent besetzt. So werden in kurzen Rollen Michelle Rodriguez, Meat Loaf, Billy Zane und Udo Kier verheizt.

Während die Story flach bleibt und die Schauspieler bis auf wenige Ausnahmen auch nicht wirklich überzeugen hat der Film doch einen großen Pluspunkt: Die brachialen Splattereffekte von Olaf Ittenbach. Zwar erreicht der Härtegrad nicht ganz den seiner eigenen Filme, doch für eine Hollywood Produktion erreicht der Film eine beachtliche Marke auf der Brutalitätsskala. In den Kampfszenen spritzt das Blut literweise durch die Gegend, es werden Köpfe und Arme abgeschlagen, ein Kämpfer wird mit Schwertern bis zur Zersetzung geschlagen und und und. Und wem das noch nicht genug ist darf sich in der Unrated am Ende noch auf eine Rückblende von Rayne freuen, in der es ein Best-of von Ittenbachs Arbeiten zu sehen gibt. Harter Stoff und kein Wunder das der >Gore-Cut< bei uns nur mit juristischen Gutachten erscheint.

Auch mit "Bloodrayne" ist Boll der große Erfolg verwehrt geblieben. Dabei schafft er es mühelos seine Laufzeit über nicht zu langweilen und bietet solide Unterhaltung. Lokens Titten, Ittenbachs Splattereffekte und ganz viel Trashcharme zeichnen diesen Film aus. Kein Hit, aber dennoch 6 Punkte wert.

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