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Das dritte Bollwerk zu einem beliebten Computerspiel.

Rayne ist halb Mensch und halb Vampir und wird in einer Freak-Show wie ein Tier zur Schau gestellt. Eines Nachts gelingt ihr die Flucht. Rayne findet Anschluss an eine Gruppe von Vampirjägern. Gemeinsam wollen sie dem bösen Obervampir Kagan, der einst Raynes Mutter tötete, den Garaus machen ...

Die Geschichte ist also schnell erzählt und spielt eigentlich auch keine große Rolle. Uwe Boll schickt seine Helden von einem Kampf zum nächsten, wo sich Splattermeister Olaf Ittenbach dann so richtig austoben durfte. Boll hat in diesen Szenen mit vielen hektischen Schnitten anstatt einer guten Choreografie gearbeitet. Das ist dann auch ein Grund dafür, dass ein Gemetzel wie das andere aussieht und ein echtes Highlight - trotz rollender Köpfe und spritzenden Blutfontänen - ausbleibt.

Wie sein „Alone in the Dark" hätte auch „BloodRayne" nichts im Kino zu suchen gehabt.
Die Kulissen haben Charme und wirken keinesfalls billig, doch ans Setting eines großen Blockbusters reicht das nicht heran.
Einzig der Starauftrieb ist kinoreif. Leider spielen Ben Kingsley und Michael Madsen wie unter Narkose. Beide zusammen verfügen über weniger Gesichtsausdrücke als Steven Seagal zu seinen besseren Zeiten! Kristanna Loken bleibt blass; die Schönste ist sie ja nun auch nicht gerade. Wenigstens bemüht sich Boll, Lokens sehenswerte Oberweite ins rechte Licht zu rücken!
Fehlen noch Michelle Rodriguez, die irgendwie viel zu wenig Beachtung findet, Michael Paré, Udo Kier und Geraldine Chaplin, welche in der Kürze ihrer Rollen kaum auffallen. Einzig Meat Loaf dürfte in Erinnerung bleiben, der sich zwischen echten rumänischen Huren suhlt.

Fazit:
Uwe Bolls soliden Splatterfilm von vornherein abzustrafen ist einfach nur dumm. Hätte ein anderer „BloodRayne" inszeniert, wären viele Bewertungen mit Sicherheit höher ausgefallen! Verdiente 6/10 Punkten, denn kompetent gemacht ist das Werk auf jeden Fall!

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