Wo ein Uwe Boll draufsteht ist auch ein Uwe Boll drin.
Das hätte mir eigentlich eine Warnung sein sollen, hinsichtlich seiner mit wenig Qualität gesegneten Vorwerke. Doch es gibt Tage wo die Neugier über den Verstand triumphiert. Somit beschloss ich kurzerhand mir dieses Machwerk auszuleihen, geblendet von bekannten Namen wie Ben Kingsley, Michael Madsen, Udo Kier, Michelle Rodriguez und dem Terminator Weibchen Kristanna Loken. Während Udo Kier seinen Part gewohnt gut spielt, soweit es seine Rolle zulässt, stolpert Michelle Rodriguez eher rudimentär über die Bildfläche. Auch Michael Madsen agiert lustlos und schien irgendwie nicht ganz bei der Sache zu sein. Unser Terminator-Babe Loken verkörpert die Rolle der Halb-Vampier Amazone Rayne eher stümperhaft. Doch was erwartet man auch? Sie fungiert ja auch eher als optisches Gimmick und somit dürfen wir auch ihre zwei großen... naja ihr wisst schon was, bei einer Liebesszene begutachten. Danke Herr Boll!
Doch der Gipfel dieser schauspielerischen Tragödie ist ein selten schwacher Ben Kingsley. Mit seiner Ein-Gesichts Mimik verkommt unser Herr Kingsley zu einem neuen Steven Seagal und agiert dabei so abwechslungsreich wie Akkordarbeit. Ich erwarte wirklich keine Gesichtsakrobatik allá Jim Carry, doch mit dieser steifen Visage könnte man meinen, unser Drakula für Arme hätte eine Viagra Überdosis. Naja soviel zum schauspielerischen Aufgebot.
Zur Story möchte ich nicht weiter eingehen da dieser Mumpitz mit seinen vorhersehbaren Wendungen und Platz füllenden Landschaftsaufnahmen keinen aus dem Hocker reißt. Denn wie oft haben wir schon von Auserwählten und uralten Artefakten gehört? Sagt nichts...
Und somit verkommt der Plot zu einem langweiligen "Ich jag dich, du entkommst" Szenario. Bis sich dann endlich die gute Rayne und ihr böser Vater Kagan gegenüberstehen. Dazwischen bekommen wir eine wackelige Kameraarbeit und einen hohen Body-Count geboten.
Die Splatter Effekte fallen dabei ungewohnt hart für einen Kinofilm aus. Nicht umsonst trägt der Directors Cut das SPIO/JK Siegel. Für die harte FX zeigte sich Herr Ittenbach verantwortlich, der seine Arbeit scheinbar sehr ernst nahm. Die Kämpfe an sich sind dabei allerdings eher lächerlich und können wirklich nur wegen der Effekte überzeugen.
Mein Fazit:
Uwe Boll hat mit diesem Schund mal wieder einen wirklich schlechten Film abgedreht. Nachdem in Alone in the Dark ein Christian Slater und Stephen Dorff dran glauben mussten, geben sich nun andere Größen die Blöße. Eine miese Story gepaart mit unterdurchschnittlichen bis schlechten Darstellerleistungen. Was bleibt ist die harte FX, doch diese holt keine Kohlen mehr aus dem Feuer, da die Kämpfe ohnehin lächerlich ausfallen und die Kamera mit amateurhaften Wackelattacken aufwartet. Unterhaltung auf niedrigstem Niveau ohne jeglichen Tiefgang oder Gespür für die Sache. Leute macht einen großen Bogen um diesen Mumpitz, hier stimmt einfach nichts!