Review

In fast jeder Hinsicht ein Ausnahmefilm

Ja, Uwe Boll ist kein Künstler. Und Uwe Boll ist kein guter Handwerker, aber gelgegentlich braucht es beides nicht um einen ehrlichen und wahrhaftigen Film herzustellen, höchstens einen Haufen Geld: es ist schön zu sehen, dass Boll dabei auch keine Berührungsängste zum einmal sehr lebendig gewesenen deutschen Underground-Splatter hat, und dessen Meister Olaf Ittenbach engagiert. So ehrlich und offensichtlich wie die Langeweile der hier auflaufenden Entertainment-Promis inklusive Ben Kingsley sprach Boll auch über die eigentlichen Bewegründe zu diesem wirtschaftlich interessanten Autorenfilm - dass er nämlich selbst einen Vampirfilm sehen wollte in dem die Akteurin so nach Herzenslust saugen und oben ohne genital agieren darf ohne dass irgendwelche Studio-Moralisten etwas dagegen einzuwenden hätten... Und in der Tat, aufgrund der teureren Spezialeffekte waren in der echten Europloitation früher Vampirthemen eher Mangelware und man verlegte sich lieber auf karge Frauengefängnisse: nun, der Film basiert eigentlich auf schlechte bis mäßige Videospiele, die sich zumindest in den USA Aber ganz gut verkauft haben, und die waren eigentlich im Nazi-Deutschland angesiedelt, eine Location, über die sich aber selbst wohl keiner der für diesen Unterhaltungsfilm verantwortlichen drüber getraut hätte... Dafür dauerts doch noch wieder.

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