Die Dampirin (Halb Mensch. halb Vampir – müsste dies dann nicht ein Mampir sein?) Rayne ist eine arme Sau: Ausgestellt in einer Freak-Show und dort aufs Schwerste misshandelt, wird sie außerdem von ihrem Vater Kagan gesucht, der durch ihren Tod der Beherrscher der Welt werden will. Durch ihren blutigen Ausbruch im Zirkus zieht sie außerdem noch die Aufmerksamkeit dreier Vampirjäger auf sich. Diese drei sind aber nette welche, verbünden sich mit ihr, und gemeinsam geht man gegen Kagan vor. Es gilt, eine Anzahl magischer Artefakte zu finden, bevor die dunkle Seite der Macht es tut. Liebe, Eifersüchteleien, Schwanzvergleiche, Verrat, … Das ganze Spektrum bekannten Mainstream-Gelalles bei Nacht und Blut.
Wenn der Name Uwe Boll auftaucht, dann weiß der geneigte Filmfan automatisch: Obacht, der Film muss Scheiße sein. Daraufhin wird der Film hochsensibilisiert aufgenommen, und jede Einstellung und jede Sekunde genauestens untersucht, damit man bloß feststellen kann, was der Boll da mal wieder für einen Schwachsinn abgedreht hat.
Videooptik, typische Game-Handlung als Basis (eine Gruppe Abenteurer muss magische Artefakte sammeln, jedes Artefakt ist gut versteckt und wird bewacht, …), hölzerne Schauspieler mit Weltruf, CGI-Effekte vom Fließband, schwerfällige Kämpfe … Boah, muss das voll Scheiße sein. Wirklich? Mitnichten, denn BLOODRAYNE hat einen gewaltigen Vorteil: Er unterhält vortrefflich, die Zeit vergeht wie nix, die Action ist durchaus ordentlich inszeniert (nur bei den einzelnen Zweikämpfen hapert es öfters mal), Kristanna Lokken darf in einer sehr knackigen Sexszene ihren schönen Körper präsentieren, und die gesamte Stimmung ist wohlig angedunkelt. Dass hier nicht alles passt? Geschenkt! Der Film ist ein No-Brainer wie er im Buche steht, und wer bei einer Videospiel-Verfilmung Anspruch erwartet der ist selber schuld. Anderthalb Stunden Spaß, Blutfontänen wie in Yakuza-Filmen, knackige Mädels, und keine einzige Sekunde Leerlauf – welcher Film kann das schon bieten?<!