Ui ui ui.. sag ich da mal. Dicker Klotz das..
Zuerst dachte ich, ich wäre (auch aufgrund der bewusst so gesteuerten Werbetrailer) in Three Kings2 gelandet.. aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...
Ok, fangen wir mal vorne an. Da ist nun dieser arme Soldat der sich auf dem Weg an den Campus zum Militär verlaufen hat, wie er seinem Drillseargant leider gesagt hat. (Ein zarter Lacher erschallte im Kinosaal..) Dieser Soldat wird unter dem üblichen Drill zum Sniper (Scharfschütze) ausgebildet, kommt mitten in den 1. Golfkrieges und.. bekommt nicht einen (stimmt zwar nicht weil einen sieht er) Feind zu sehen, geschweige denn feuert er einen einzigen Schuss ab.
Überall da, wo er ist, da ist der Krieg schon gewesen. Ihm wird das gezeigt was vom Kriege übrigbleibt. Tote Menschen... Was bleibt ist Frustration, die Sehnsucht nach zuhause. ("Wo dein bester Freund deine Freundin fxxxx") Und jede Menge Unsicherheit und Angst. Dieses Gemisch zwischen Terror und Tragik versuchen die Soldaten auf ihrem Weg zu entkommen.
...Und die kleinen Knirpse neben mir fanden es schon irre komisch, wenn einer mit einer Gasmaske auf dem Kopf Football spielt. Mir ist da eher unheimlich geworden.
Er, Jarhead, marschiert geradewegs in dieses Chaos hinein.. nur um am Ende wieder unversehrt hinauszulaufen. ("Wir wollten doch nur diesen einen Schuss")
So beschissen (sorry) das Kinojahr 2005 aufhörte (siehe King Kong), so groß fängt dieses Kinojahr an. Jarhead ist keine Komödie, wie es in unserem Provinzkino angekündigt war.
Jarhead ist großes, verstörendes Kino mit großen, verstörenden Bildern.
Wirklich sehenswerte und gelungene Vorstellung.
Allerdings kann ich die Jugendfreigabe ab 12 nicht nachvollziehen.. aber dieser "Terror" findet wohl nur in den Köpfen statt, die ihn da hineinlassen.
7 von 10 Punkten