Irak 1991. Mittendrin Sergeant Sykes, Anführer eines Marine-Platoons und dessen Scharfschütze Swoff, soeben aus dem Ausbildungscamp entlassen. Bewaffnet mit einem Präzisionsgewehr, behangen mit einem fünfzig Kilo Rucksack, ziehen sie ins Ungewisse. Schutzlos der Hitze und den irakischen Soldaten ausgeliefert, können sie ihre Tage nur mit schwarzen Humor und einer deftigen Prise Sarkasmus ertragen.
Kriegsfilm, der nachdenklich stimmt aber nicht zu den besten wie Apokalypse Now,Platoon oder Black Hawk Down gehört. Für meinen Geschmack etwas zu wenig Handlung und zu viel plakative Bilder.Ein Kriegsfilm ohne Krieg - Sam Mendes´ Jarhead wirkt wie die abendfüllende Version der ersten Hälfte von Kubricks Full Metal Jacket.
Mendes gelingt es zu gut, die permanente Langeweile der Soldaten auf den Zuschauer zu übertragen. Nennenswerte Schlachtszenen gibt es nicht, zu den aufregendsten Momenten gehören ein Footballspiel in brütendheißen ABC-Anzügen sowie die Begegnung mit einer Karawane, gaaaannnz toll!
Mendes inszenierte den Film so konventionell und ohne Pep, dass auch seine halbgaren Regietricks den Zuschauer nicht aus seinem Schlaf zu befreien vermögen...von den vielen Bezügen zu anderen bekannten Filmen mal ganz abgesehen......
Jake Gyllenhaal ,Peter Sarsgaard,Chris Cooper und Jamie Foxx spielen wie üblich gut .........aber vielleich sollte man dem Zuschauer vorher sagen dass der Film fast ausschließlich im Camp spielt und drum herum nicht viel passiert. Wenn man dies akzeptiert und mag, wird einem der Film sicher gefallen, wer aber einen Kriegsfilm sehen möchte sollte lieber einen Bogen um Jarhead machen.