---Achtung. Eventuell sind Handlungsspoiler enthalten!---
Gestern habe ich mir ohne große Erwartungen Sam Mendes Kriegsfilmchen "Jarhead" angeschaut und war positiv überrascht.
Er hat es doch tatsächlich geschafft zu unterhalten, ohne dass es eine einzige Schlachtszene gegeben hat. Das lag in erster Linie an der interessanten Geschichte, an den super Jung-Schauspielern und an dem Wahnsinns-Soundtrack.
Hier wird einfach nur das Leben der Marines (Scharfschützen Einheit) im Golfkrieg gezeigt, wie sie auf ihren Einsatz warten. Die Ausbildung anfangs erinnerte stark an Full Metal Jacket und die Sprüche der Soldaten sind cool wie eh und je. Das ist ein weiterer Pluspunkt des Films, da man sich vor Lachen teilweise nicht halten kann, bei den Sprüchen, die da raus gehauen werden.
Im Gegensatz dazu werden dann das harte Training und die beklemmende und heiße Atmosphäre in der Wüste gezeigt. Die visuellen Effekte der brennenden Ölfelder und der Einöde sind einfach atemberaubend, vor allem als die Soldaten ein Lager mitten im Ölregen aufbauen sollen. Das ist schon krass.
Nebenbei haben sie dann noch mit Problemen, wie das Fremdgehen der Freundin oder der Konfliktbewältigung innerhalb des Teams zu kämpfen.
Weiterhin wurde auch auf die Zensur der Medien eingegangen, z.B. was die Soldaten sagen dürfen und was nicht. Es wurden viele Kritikpunkte am Militär angerissen, nur teilweise nicht detailliert genug.
Und das ist die Schwachstelle des Films Es gibt die Dinge, die nicht detailliert genug dargestellt wurden (z.B. woran sein Freund am Ende starb). Ich finde, dass der Film keinerlei Längen hat und er hätte auch noch ein halbes Stündchen länger sein können. Trotz dieser kleinen Schwächen ist der Film sehr zu empfehlen. Ich gebe 8/10 Punkte.