Endlich gesehen.
Ein richtig guter Film. Wer selber mal
Soldat war wie ich war kann sich in den Film noch besser
hreinversetzen in die dargestellte Sinnlosigkeit und Idiotie eines
solchen tollen Männervereins. Vor allem finde ich gut wie die
Sinnlosigkeit des Krieges hier mal in einer ganz anderen Form
dargestellt wird. Die Marines werden auf einen Krieg scharf gemacht
dessen Hintergründe sie nicht mal ansatzweise verstehen und wenn
sie das ganze mal hinterfragen hört ihnen keiner zu bzw. keiner
möchte wirklich die Hintergründe wissen. Man ist da „Im
Dreck“ um seiner Männlichkeit einen Sinn zu geben und lechzt
nach Abenteuer angespornt durch diverse Vietnamkrieg-Filme wo wild
Zivilisten abgeknallt werden .... egal Hauptsache mal zum Schuss
kommen. Reine Waffengeilheit erhält die Moral und irgendwie die
Illusion was besonderes zu sein. Leider haben unsere Hauptfiguren
damit zu kämpfen das die Wirklichkeit alles andere als spannend
ist. Der Krieg ist anders ... denn hier wird ihnen fast alles von der
elenden Luftwaffe abgenommen die so ziemlich alles platt macht auch
mal eine undefinierbare Zahl von Zivilisten .... ein Massaker. Von
oben sieht alles gleich aus. Dieser Krieg wird von der Luftwaffe
geführt ... die Marines beschleicht ein Gefühl von
Überflüssigkeit und ein Hass auf die Luftwaffe. Das ganze
gipfelt darin das die Luftwaffe sie bei einen Marsch selber
bombardiert – Friendly Fire. Schlecht organisiert, planlos, defekte
Ausrüstung ohne wirklicher glaubhafter Ideologie. Der erste Irak
Krieg dargestellt in einen etwas anderen Kriegsfilm in dem nicht mal
ein einziger Schuss gegen den Feind zum Einsatz kommt. Themen die
heute genau so aktuell sind wie Leichenschändung usw. werden
aufgegriffen. Ein wirklich guter und interessanter Film.