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Mit Jarhead - Willkommen im Dreck liefert Regisseur Sam Mendes einen Kriegsfilm ohne Krieg ab.


Dabei geht es bei der Verfilmung des gleichnamigen Buches um den Soldaten Anthony Swofford.
Dieser wird 1989 in einem Bootcamp zum Scout Sniper ausgebildet.
2 Jahre später wird Swofford mit seiner Einheit wegen des Zweiten Golfkrieges nach Saudi-Arabien verlegt.
Schnell muss die Truppe erkennen das es in der Wüste kaum Schutz vor der unerträglichen Hitze, dem Sand und irakischen Truppen gibt, die sich am Horizont nur erahnen lassen.
Es folgt eine monatelange Zeit des Wartens, die Swofford und Co ertragen müssen und der die üblichen Probleme wie Untreue Freundinnen sowie Ehefrauen, peinliche Interviews und andere Sachen mit sich bringt.
Als der Bodenkrieg schlussendlich beginnt, haben alle erkannt, das sie sich in einem Land befinden, das sie nicht kennen, gegen einen Gegner kämpfen, den sie nicht sehen und aus einem Grund, den die Soldaten nicht verstehen...

Auch wenn Jarhead inhaltlich das Rad nicht neu erfindet weiß Mendes Film zu überzeugen.
Zu verdanken hat das der Film seinen überzeugenden Schauspieler sowie seiner hervorragenden Kamera mit imposanten Bildern.
Was die Action angeht hält sich dagegen Jarhead vollkommen zurück.
So gibt Gyllenhaals Figur bezeichnenderweise keinen einzigen Schuss ab in Folge des Krieges.
Stattdessen konzentriert sich der Film auf das Innenleben der Soldaten und kann glaubhaft die physische sowie psychologische Belastung rüber bringen.

So erkämpft sich Mendes Film starke 8 Punkte.
Einen Vergleich mit den ganz großen Klassikern des Genres kann Jarhead nicht standhalten aber mehr als einen Blick ist das ganze definitiv wert.

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