Was um Gottes willen haben sich die Macher den nur dabei gedacht. Dies war mein erster Gedanke, als ich den Streifen "The Foreigner - Black Down" in der Videothek stehen sah. Denn eines ist klar: Es gibt wesentlich bessere Seagalfilme, die man hätte fortsetzen können. Warum also ausgerechnet diesen Flop? Vielleicht wollte man ja auch alles besser machen als im ersten Teil? Um es gleich vorwegzunehmen, auch dieser Film hat mich nicht vom Hocker gehauen und ich hätte ihn lieber da stehen lassen sollen.
Immerhin hat man die Story im Gegensatz zum Vorgänger durchschaubar aufgebaut und der Zuschauer blickt wieder durch. Allerdings lässt der nervige Vorspann mit seinem Echo erst einmal schlimmes vermuten. Viel Mühe hat man sich bei der Geschichte aber auch hier nicht gegeben, sie ist nämlich sehr einfach aufgebaut.
Actionmäßig hat man sich allerdings stark zurück gehalten. Fightszenen gibt es im Prinzip gar keine zu sehen, Seagal entwaffnet zwar mal einen Gangster per Hand, aber viel mehr gibts da nicht zu bewundern. Hauptsächlich wird mal wieder geballert was das Zeug hält. Die Länge dieser Sequenzen geht in Ordnung, auch wenn sie nicht so furchtbar lang geraten sind. Höhepunkt des Streifens ist eine Autoverfolgungsjagd. Hier geht einiges zu Bruch und auch die Umsetzung kann sich größten Teils sehen lassen. Trotzdem kann diese gelungene Sequenz nicht über das Fehlen der Fightszenen hinwegtäuschen. Eine herbe Entäuschung liefert dann das Finale - es ist so gut wie gar nicht vorhanden.
Erstaunlich ist allerdings, dass unser Moppel während des Countdowns der Bombe in einer knappen Minute vom Gebäude bis zum Hubschrauber kommt (dabei muss erst der Fahrstuhl gerufen und einige Etagen damit überwunden werden) und dann noch Zeit zum diskutieren hat, ob die Frau nun mitfliegt oder nicht!?!
Wer den ersten Teil nicht gemocht hat, kann auf den zweiten Streifen verzichten! Nur den ganz treuen Seagalfans zu empfehlen.
noch 3 Punkte