Review

Die folgende Kritik bezieht sich auf die Fassung "Django und die Bande der Gehenkten", nicht auf "Joe der Galgenvogel".

Django und Dave, der zukünftige Gouverneur, verkörpert von Horst Frank, sind recht gute Freunde. Allerdings gefällt Django Dave's skrupellose Art nicht, und deshalb verzichtet er darauf, Dave's Partner zu werden, um Reichtum und Macht zu erlangen und zieht stattdessen seiner eigenen Wege. Als Django und seine Frau einen Goldtransport begleiten, geraten sie in einen Hinterhalt. Alle Begleiter des Transports werden getötet, nur einer überlebt und das ist Django. Der Drahtzieher dieses Überfalls war Dave, und das weiss Django auch. Nachdem er sich von seinen schweren Verletzungen erholt hat, schaufelt er auf einem Friedhof sein eigenes Grab und vergräbt einen Sarg, und damit schwört er, Rache zu nehmen, an denen, die seine Frau und damit den wichtigsten Teil seines Lebens getötet haben.

Die Goldtransporte werden weiterhin systematisch überfallen, und immer muss ein armer Sündenbock, der von den Banditen zuvor für den Überfall engagiert wurde, den Kopf hinhalten. Der Schuldige wird hingerichtet. Django übernimmt die Rolle des Henkers und mit einem Trick gelingt es ihm, die Todgeweihten vor dem Galgen zu retten. Mit den Geretteten hat er seine eigenen Pläne, von denen diese noch nichts wissen. Er möchte mit deren Hilfe seinen Racheplan in die Tat umsetzen. Leider hat er dabei nicht daran gedacht, dass sich nicht alle Geretteten dankbar zeigen und sich sogar gegen ihn stellen.

Preparati la barra, "Bereite den Sarg", ist ein guter harter Italowestern. Wer einen typischen witzigen Terence Hill-Film erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Fans von ernsten Italowestern werden aber auf ihre Kosten kommen. Der Film ist ein Racheepos, in dem Django zielstrebig seine Pläne verfolgt. Dabei wird der Film jedoch nie übermäßig brutal bzw. gewalttätig. Die Idee, die Todgeweihten mit einem Trick vom Galgen zu retten ist sozusagen das Markenzeichen des Films. Der Film konnte mich durchweg unterhalten und wies absolut keine Längen auf. Die Musik, die einen durch den gesamten Film begleitet ist sehr passend und versetzt den Zuschauer sofort in die richtige Stimmung. Meiner Meinung nach weist der Film nur wenige Schwächen auf, aber auch das ist wiederum Geschmackssache. Einige werden vielleicht vom Ende enttäuscht sein, das nicht allzu spektakulär inszeniert wurde. Aber abgesehen davon gibt es kaum etwas zu bemängeln. Die Spannungskurve wird immer aufrechterhalten.

Es ist bestimmt über zehn Jahre her, dass ich die sinnentstellte Fassung im Fernsehen gesehen habe. Deshalb kann ich die beiden Fassung leider nicht miteinander vergleichen. Das Ansehen dieser ernsten Fassung lohnt sich aber auf alle Fälle

Auch in dieser ernsten Fassung wurden Mario Girotti aka Terence Hill, "witzige" Sätze in den Mund gelegt, die in der englischen Fassung nicht enthalten sind. Aus diesem Grund ist auch in diesem Film die deutsche Übersetzung ab und zu leider ein wenig sinnentstellt, was dem ganzen aber letztendlich kein Abbruch tut. 8/10 Punkten.

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