Review

Als sich 1966 „Django“ als ein überraschender Erfolg rausstellte, kamen Dutzende, um sich ein Stück vom Kuchen zu sichern, aber die wenigsten Fortsetzungen kamen über die Mittelmäßigkeit hinaus. „Django und die Bande der Gehenkten“ ist einer der besseren „Djangos“ und fand mit Terence Hill einen würdigen Nero-Ersatz für die Rolle des schweigsamen Racheengels.


Die Story:

Django (Terence Hill) wird bei einem Goldtransport von seinem ehemaligen Freund und dem zukünftigem Gouverneur Dave (Horst Frank) hinterhältig überfallen. Seine Frau stirbt, Django aber kann schwerverletzt entkommen und schwört Rache. Als Henker getarnt rekrutiert er eine Gruppe von Totgeglaubten um mit ihnen gegen Dave und seine Handlanger anzukommen. Doch Einer in Djangos Bande spielt falsch...

An dem typischen Racheplot hat sich nicht viel verändert: Wieder mußte Djangos Frau für seinen Rachefeldzug herhalten, aber wen stört das schon? Pluspunkte gibt es wegen mangelnder Ideen aber nicht.



Fazit:

Nicht nur optisch ist Terence Hill dem Original Franco Nero ebenbürtig, er beherrscht den eiskalten Blick fast genauso gut. Hill kann als bester „Aushilfs-Django“ gesehen werden, da Andere, wie Anthony Steffen oder Sean Todd einfach zu hölzern wirkten und wenig Ausstrahlung mitbrachten. Die Rachestory wirkt sicher ausgelutscht, kann aber durch die Idee mit den Gehenkten noch ins gute Mittelfeld einziehen. Die Musikuntermalung gibt zwar keinen „Morricone“ ab, hat aber dennoch Ohrwurmqualitäten, weil sie typisches Italo-Western-Flair rüberbringt. Anzumerken sei noch, daß sich der spätere Erfolg von Spencer und Hill auch auf diesen Film ausgewirkt hat: So wurde eine neusynchronisierte und geschnittene Fassung Jahre später unter dem Titel „Joe, der Galgenvogel“ ins Rennen geschickt. Die Kürzungen für die Comedy-Version sind durchaus zu verstehen, da die ungeschnittene Originalversion doch recht hart war. Auf Unverständnis stößt bei mir allerdings die Neusynchro, in der Terence Hill vom bekannten Thomas Dannenberg in typisch lockerer Art gesprochen wird, denn die Orignalversion war schon mehr als heiter übersetzt worden und hatte, aufgrund von reingedichteten Späßen, einige nonsynchrone Szenen zu bieten. Jeder sollte also Joe, den Galgenvogel meiden, denn der ist so stark verwässert, daß es keine Freude mehr macht. Greift lieber zur ungeschnittenen Originalversion „Django und die Bande der Gehenkten“, denn da erwartet euch ein solider Spaghetti-Western mit einem mehr als passenden Terence Hill in der Titelrolle.

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