"Preparati la bara" soll ja von den ganzen Django- Nachahmern als einer der besseren Filme gehandelt werden. Dem kann ich mich hier nur bedingt anschliessen. Noch bevor Mario Girotti als Terence Hill von sich reden machen sollte, war dieses Produkt einer seiner ersten Gehversuche als Schauspieler in einem abendfüllenden Spielfilm. Ursprünglich wieder Franco Nero als Titelfigur vorgesehen, verpflichtete man den weniger Bekannten Girotti wegen seiner Ähnlichkeit und wegen Neros Verpflichtung zu einem anderen Film. Dieser Django kommt etwas blutarmer daher, zudem er fast den selben Handlungsablauf des Originals kopiert. Obwohl am Anfang Terence Hill noch ein einfacher Cowboy ist, wird er von der von Horst Frank gespielten Filmfigur Dave verraten, wobei seine Frau dran glauben muss. Django schwört Rache und bildet eine Bande von Leuten, die er vor dem Strick rettet und dessen Tod nur vorgetäuscht. Das ist zwar auf den ersten Blick nicht schlecht ausgedacht, zieht sich aber etwas unnötig in die Länge. Eine gewisse Langeweile kann man dem ganzen auch nicht absprechen. Aber erst als Djangos Plan von Dave durchschaut wird und er deswegen in ernste Schwierigkeiten gerät, steigt so langsam die Spannung.
Vergleicht man diesen Django- Rip- off mit späteren Terence- Hill- Werken, so wird die Enttäuschung bei den neugewonnen Fans gross sein. Gegen einen "Nobody" kann der keinesfalls anstinken. Aber so schlecht ist er auch wieder nicht. Jedenfalls viel besser als Hill's peinlicher Ausrutscher "Blaue Bohnen für ein Halleluja" mit der singenden Dauernervensäge Rita Pavone. Der berühmte Schusswechsel im Finale lässt zwar alte Djangoerinnerungen wachrufen, ist aber leider zu kurz geraten. Viele ziehen ja die ungeschnittene Original- Fassung mit der ernsteren Rainer- Brandt- Synchro vor, obwohl ich die Comedy- Fassung erträglicher finde. "Django und die Bande der Gehenkten" ist kein schlechter Italowestern, dennoch eines von vielen erfolglosen Versuche auf dem Django Mythos mitzureiten.
6 / 10