Leichte Spoiler inside!
"Wenn du mich tötest, wird es dein Leben zerstören.
Jedes Mal wenn du deine Augen schließt, wirst du mich sehen.
Ich werde jede Nacht in deinen Alpträumen sein.
Dein ganzes Leben: Ich werde es zerstören" [Paxton]
Glaub selten wurde ein Horrorfilm so sehr im Internet gehypt wie Eli Roths neuster Streich "Hostel" und ja, auch ich hab mich vom Hype anstecken lassen und mir den Film nun zu Gemüte geführt.
Story: Die Geschichte beginnt in Amsterdam wo es die 3 Freunde Paxton, Josh und Oli bei ihren Eurotrip verschlagen hat. Party, saufen und ficken steht auf der Tagesordnung. Zufällig erfahren sie von einer Jugendherberge in der Slowakei, wo sie genau das geboxtem bekommen. Also rein in den Zug und ab in die Slowakei, denken die 3 sich. Gesagt und getan, kommen sie dort an und sie erwartet das Paradies: Die schönsten Frauen Osteuropas. Josh und Paxton bändeln gleich mit den Schönheiten Natalya und Svetlana an, während Oli es sich mit einer Asiatin gut gehen lässt. Nach der ersten durchzechten Nacht ist dann plötzlich Oli verschwunden. Natürlich machen sich Paxton und Josh auf die Suche nach ihrem Kumpel...
Zugeben die Story ist recht dünn und klingt auch nicht besonders innovativ. Aber darauf kam es Eli Roth anscheint auch nicht an. Er wollte einen Schocker drehen und das ist ihm auch zweifelsfrei gelungen. Zwar ist der Film keine 90 minütige Splatterorgie, wie es die Internetclips einem weiß machen wollten, aber dennoch geht es in der zweiten Hälfte es Filmes ordentlich zur Sache. In den ersten 45 Minuten sieht lediglich man die Jungs bei ihrem Eurotrip und viele hübsche nackte Frauen, bevor dann die Hölle los bricht.
Der Gewaltgrad in "Hostel" ist immens hoch. Auch wenn nicht alles On-Screen passiert. Dennoch dürfen sich die Gorehounds eine ganze Reihe harter und blutrünstiger Szenen freuen. Neben den durch das Internet bekannten Szenen um Kettensägen, Bohrer und raushängenden Augäpfeln dürfen noch Schädel zertrümmert, Frauen von Autos überfahren und eine ganze Reihe von Menschen erschossen werden. Nicht zu vergessen die ultraharte Szene am Ende bei der sich Paxton für das Geschehene rächt. Das die FSK den Film ungekürzt mit "keine Jugendfreigabe" davonkommen hat lassen, grenzt schon fast an ein kleines Wunder, wenn man an ähnlich kompromisslose Movies wie "High Tension" denkt, denen ungekürzt die FSK-Freigabe verweigert wurde. Aber das ist eine andere Geschichte.
Der Score des Filmes passt recht gut und verstärkt die Atmosphäre es Filmes noch. Die Darsteller agieren allesamt recht ordentlich, vor allen Hauptprotagonist Jay Hernandez (Paxton) oder auch die hübsche Barbara Nedeljakova (Natalya) macht ihre Sache recht gut. Denke von der Dame könnte man in Zukunft noch einiges sehen. Jedenfalls würde es mich sehr freuen.
Der Kurzauftritt von Miike dagegen ist recht kurz geraten, den darf der Junge nur einen kurzen Satz aufsagen. Auch hat es sich Eli Roth nicht nehmen lassen, selbst kurz in seinem Werk aufzutreten. Also Augen auf beim gucken ;) Als kleinen Gag gibt es auch noch kurz eine in slowakisch(?) synchronisierte Fassung von "Pulp Fiction" auf einem kleinen Fernseher zu entdecken.
"Hostel" kann man eigentlich als vorläufigen Höhepunkt der momentanen Hardcore Horrorwelle bezeichnen. Knallhart. Düster. Sick. Also quasi das was man von dem Film erwartet auch wenn er keine durchgehendes Gemetzel ist. Nach "Cabin Fever" ein weiterer gelungener Film von Eli Roth. Bitte meeehr davon. 10/10 Punkte