Oh Mann...
Da ist er, der "schockierendste und brutalste Film des Jahres 2006".
Was als heftige Rückbesinnung an die Horrorfilme der frühen Achtziger angepriesen wird, entpuppt sich als völlig langweiliger und schlecht gemachter Teeniestreifen, der im letzten Drittel sein Genre ändert und nun Splattermovie sein möchte. In Punkto gezeigter Gewalt gelingt "Hostel" das auch, allerdings ist die Qualität der verwendeten Effekte mehr als bescheiden. Das haben die Leute von KNB - FX schon mal besser gemacht...
Das Problem des Streifens ist, dass er sowohl den Horrorfreak als auch den "normalen jugendlichen Kinogänger" (der dann wahrscheinlich wirklich schockiert ist) ansprechen will. Die ersten 40 Minuten zeugen davon.
Es wird Partystimmung zelebriert, die Hauptdarsteller (ich darf sie doch so nennen, auch wenn sie nach Ablauf dieser 40 - Minuten - Schonfrist das Zeitliche segnet) sind auf der Suche nach Mädels "zum Flachlegen".
In Titelgebenden Herberge schließt man(n) Bekanntschaft
mit den obligatorischen (äußerst willigen) Damen aus dem Osten, womit wieder alle Klischees aufgegriffen werden.
Es wird gevögelt, dann kommt der Tod. Eine Abwandlung der Regeln des Teenie - Slashers, sozusagen
Die Bettgenossinen der Hauptdarsteller sind natürlich verräterrische Huren, die mit ihnen nur die Nacht verbracht haben, um sie anschließend auszuliefern.
Ein Storybestandteil, den selbst der größte Laie vorraussehen kann.
Was dann geschieht ist schnell erklärt, es wird ein wenig gemordet und gefoltert, der Held entkommt, richtet seinerseits ein Blutbad an seinen Schindern an (wobei nichtmal davor zurückgeschreckt wird, hungrige Ostblockkiddies als "Waffe" einzusetzen) und tötet den Oberfiesling. Was Eli Roth hier abliefert ist weder spannend noch innovativ, sondern einfach nur vorhersehbar und langweilig.
Fazit: "Hostel" ist ein lahmer Film, der sich nicht zwischen Teenie - und - Hardcoresplatterstreifen entscheiden kann und viel zu viel Aufmerksamkeit bekommt. Abhaken und vergessen ist da meine Devise.