Dreckiger Look, Gen-Mutationen und abgeriegelte Umgebung? Hört sich nach einem Alien-Klon an. Ist auch einer.
Herr und Frau "Böser Gen-Forscher" wollen Kühe schneller trächtig werden lassen und zack, kriegt die Kuh ein Kalb, dass schon ein Kalb hat. Hört sich komisch an, ist aber so und das Kalb im Kalb (so eine Art genetische Babuschka-Puppe) ist auch verdammt mutiert. Außen Knochen, innen Hirn und so verkümmert und merkwürdig, dass man ersteinmal Standbild braucht um weiter was zu erkennen.
Stop. Auf der Farm geht natürlich auch noch zwischenmenschliches ab. Der einsame Farmer, der sein Land vermietet, damit wenigstens etwas Kohle in die Kasse kommt, dass jugendliche Ausreißerpaar ("Wir können nicht zurück, meine Brüder hauen dich kaputt!") und zwei, drei Kanonen-Futter Ärzte. Fertig ist der Alien-Klon, der mit ner saftigen Kuh-Entbindung und anschließender Obduktion des Mini-Kalbs+"Kalb-im-Kalb" auch schon schön fiese Atmosphäre verspricht.
Tja, er verspricht sie, vermag aber zu keiner Zeit solch ein Versprechen einzulösen. Ist das Monster ersteinmal unterwegs wird stundenlag rumgerannt und gesucht, plötzlich überträgt sich das Gen-Virus (aha!) auch auf Menschen (aha!), aber nur auf die Männer (aha!) die ihre Frauen dann anstecken (ok, DAS ist logisch), die dann auch Kinder bekommen, die bereits mit Monster-Gedöns schwanger sind (ratet mal wie der End-Gag des Films aussieht *seufz*).
Den Rest des Streifens wird nun dumm rumgerannt, sich total dämlich angestellt und als die "Frau", ("Heldin" kann man das nicht nennen) im großen Showdown das "Monster-Irgendwas", dass man zudem nie irgendwie mal richtig sehen kann, mit einem Besen, wie eine etwas zu groß geratene Ratte, "einfach platt haut" frag ich mich, warum auf dem Weg dahin eigentlich so viele Menschen in Gras beißen mussten? Der End-Gag kommt und das drei Kilometer gegen den Wind erschnüffelbar und endlich ist dieser immer flacher werdende Murks zu Ende.
Echt schade. Gerade die sehr stimmige erste halbe Stunde versprach einen Monster-Schlocker auf hohem Niveau, dass sauste aber nach einem guten Drittel ins Bodenlose und darunter hinaus. Schad drum, auch wenn ich doch lachen musste, als unser "Final Girl" am Ende das Viech einfach wie eine aufgebrachte Bäuerin mit dem Besen zu klump schlug. "Böses Gen-Monster, ganz böse!" Aber das war dann auch schon der einzige "So dumm das es wieder gut ist!" Moment im Film.
Wer Monster in Menschen sehen will, der soll sich einfach nochmal Alien oder gar "Die Nacht der Creeps" anschauen, die Gen-Kuh aus Irland bietet weder durchweg guten Grusel, noch Lacher. Ende und aus!