Review

"Ein Fressen für die Geier" oder "Two Mules for Sister Sara", wie der viel sympathischere Originaltitel des Films lautet, ist ein im großen und ganzen recht netter Western, der vor allem durch das charmante, natürliche Spiel von Shirley MacLaine zu punkten vermag. Sicherlich Geschmackssache, in meinen Augen aber eine eindeutige Schwäche des Films ist Clint Eastwood, der wieder mal ausschließlich als Karikatur seiner selbst unterwegs ist und genauso aussieht wie in seinen unzähligen anderen Westen, da er im Gegensatz zu vielen anderen Schauspielern überhaupt keine Skrupel hat, immer wieder die selben "Coolness"-Klischees zu bedienen und das ausgelutschte, aber viele Leute trotzdem nach wie vor ansprechende und daher kommerzträchtige Harter-Mann-Einerlei einmal mehr zu reproduzieren, das er als "Dirty Harry" zwar in anderen Klamotten, aber immer noch mit demselben verkniffenen Gesichtsausdruck weiterkaute wie den obligatorischen Zigarillostummel, der meistens zum Anzünden irgendwelcher Lunten dient. Ansonsten ist der Film wie gesagt ganz nett, vor allem, weil East Clintwood hier auch mal ausnahmsweise Momente der Schwäche haben, sogar danebenschießen darf, was am Ende natürlich alles wieder ins Lot kommt, wenn er gegen ein böses französisches Militärlager kämpft und wieder der Plattmacher ist wie am Anfang. Interessant wird das Ende nur durch die schon mit einigen Andeutungen vorbereitete Metamorphose von Schwester Sara alias MacLaine.
Im ganzen doch recht sehenswert, für Leute, die das Zigarrengekaue von Eastwood mögen, allemal.

Details
Ähnliche Filme