Damon Wayans spielt einen Major, der aus der Army entlassen und zu einer Kadettenschule geschickt wird. Obwohl ihm die Schulpsychologin dort mehrfach anweist, die Kinder nicht wie ein Drillsergeant zu behandeln, macht er sich mit seinen brutalen, unangemessenen Methoden sehr schnell unbeliebt, weswegen die Kinder bereits erste Pläne gegen ihn schmieden.
"Unterstützt unsere Truppen!" oder "Schreib dich ein!" waren Parolen, die man schon bei "Top Gun" dezent im Hintergrund anklingen hörte, aber dieser PR-Film für das amerikanische Militär ist beim besten Willen übertrieben. Militärische Tugenden, wie Kameradschaft und blinder Gehorsam werden kaum hinterfragt, eher noch angepriesen und glorifiziert und allein für diese miese Propaganda hat der Film schon alle schlechten Kritiken verdient, die er bekommen hat.
Aber auch ansonsten bewegt sich die Story auf einem relativ unterirdischen Niveau. Die Charakterkonstruktion der Figuren ist mehr als flach und sowohl der Wandel der Hauptfigur vom knallharten Drillsergeant, zum liebevollen Erzieher, als auch der Wandel der Kinder ist dermaßen unglaubwürdig auf das rührselige Happy End zugeschneidert, dass es schmerzt. Erschwerend hinzukommen noch dutzende Militär-Klischees, genauso, wie die aufgesetzte Lovestory.
Regie führte mit Nick Castle ein relativ erfahrener Regisseur, was man dem Endprodukt jedoch kaum ansieht. Das Erzähltempo hält Castle leider relativ niedrig und bietet so lediglich gepflegte Langweile. Da der Score absolut unauffällig ist und Castle überhaupt keine Dramatik oder Spannung erzeugen kann, verstärkt sich dieser Eindruck leider noch weiter. Die Gags sind relativ eng gesät und haben eine allerhöchstens mittelmäßige Trefferquote, wobei der Humor, wie sollte es auch anders sein, meist aus Slapstick und niveaulosen Kalauern besteht. Und wenn Castle dann schon mal ein lustiger Gag gelingt, ist er auch noch schlecht getimt. Alles in allem eine unterdurchschnittliche Inszenierung.
Damon Wayans spielt die Rolle des Drillsergeants ganz gut und ist meist genau deshalb lustig, weil er gar nicht versucht lustig zu sein und seine Figur übertrieben hart und emotionslos spielt. Dafür ist er leider sehr schlecht synchronisiert. Der übrige Cast ist mittelmäßig.
Fazit:
Die Story ist vorhersehbar, unglaubwürdig und klischeehaft, die Gags haben eine schlechte Trefferquote und sind sehr spärlich dosiert und zu allem Überfluss lassen die Macher keine Chance aus, um PR für das US-Militär zu betreiben. Damit bietet "Auf Kriegsfuß mit Major Payne" leider nur gepflegte Langweile, was auch der ganz gut aufspielende Damon Wayans nicht mehr verhindern kann.
35%