„Has anyone ever buried a person up there?“
„Christ on his throne no. Who ever would?“
Stephen King ist schon lange kein ungeschriebenes Blatt mehr. Etliche von seinen Romanen wurden bereits verfilmt, teils schlecht, teils perfekt. Und dieses Werk von Mary Lambert gehört zu den perfekten. Auch wenn die Fortsetzung (die 1992 folgte) total Müll war, kann sich dieser Film schon sehen lassen. Und das interessante ist, das der Film relativ unblutig ist.
Die Story ist perfekt und unglaublich unheimlich. Tote kehren lebend wieder zurück. Der Haken ist nur, sie sind nicht mehr die selben, und das im negativen Sinne. Das bemerkt Louis Creed (Dale Midkiff) schon bei seiner Katze. Trotz vieler langen Gespräche bleibt der Film unheimlich und sehr sehr spannend, erst in den letzten 20 Minuten dreht der Film richtig auf.
In den ersten 60 Minuten des Filmes ist das einzig gruselige, die Geschichten die der alte Jud und Louis seine Frau erzählen. Die Rückblenden von ihrer Schwester Zelda und dem wahnsinnigen Timmi Baterman sind unheimlich schaurig, und lassen den einen oder anderen für eine Nacht nicht schlafen, was völlig verständlich ist.
In der zweiten Hälfte des Films ist Schluss mit Schauergeschichten, denn dann darf das kleine Kind mit Papas Skalpell fröhlich schlitzen gehen. Mehr möchte ich über den Ablauf des Filmes nicht schreiben. Kommen wir nun zu den Darsteller die zwar relativ unbekannt sind, aber meiner Meinung nach perfekt zu den Rollen gehören und ihre Rollen auch toll spielen.
Zwei Personen haben mir besonders gut gefallen. Fred Gwynne spielt einen alten Nachbarn der leider mit seiner Hilfe alles nur noch schlimmer macht. Und Brad Greenquist spielt den Geist Pascow. Er dient teilweise zur Auflockerung nach einer dramatischen Situation. Beide haben einen sehr hohen Sympathiewert.
Der Rest der Darsteller spielen ihre Rollen auch toll. Nur Denise Crosby hat mir nicht so gefallen. Dale Midkiff spielt seine Rolle als Familienvater wirklich Tadellos. Auch Stephen King hat es sich nicht nehmen lassen eine Rolle zu besetzen. Er spielt einen Priester. „Friedhof der Kuscheltiere“ bietet nicht nur schaurige Unterhaltung, sondern auch sehr dramatische Szenen. Gerade die Szenen in der die Familie schwere Schicksalsschläge überwinden muss, wie bei der Beerdigung in der Kirche.
Wie ich schon mehrmals erwähnt habe, ist der Film unglaublich spannend. Und das interessante ist, der Film ist in den 100 Minuten kaum langweilig sondern sehr spannend. Und auch die Atmosphäre, die meist dunkel ist, trägt ihren Teil dazu bei. Und nun geht es zu den Effekten, die trotz weniger Horrorszenen genial sind.
Ob nun ein ausgelaufenes Auge, ein matschiges Gesicht oder eine halb geöffnete Schädeldecke. Diese Effekte können sich sehen lassen. Unheimlich schaurig und teilweise sehr Blutig. Für Action ist bei „Friedhof der Kuscheltiere“ wenig Platz. Dafür überzeugen eher die Effekte, Darstellung und die Atmosphäre.
Leider hat der Stoff so einige Macken. Den Showdown finde ich spitze, hierbei wurde auch auf überflüssige Gewalt verzichtet. Das wird jedoch einige Horrorfans schmerzen. Mir persönlich fiel es relativ schwer den Film zu verdauen. Und das habe ich nicht nur den derben Effekten zu verdanken sondern eher einer ziemlich harten Handlung die den ein oder anderen zum Nachdenken bringt.
Fazit: „Friedhof der Kuscheltiere“ ist kein hirnloser Schlitzerhorror, sondern eine dunkle, unheimliche und im Inhalt ziemlich harte Kost. Der Film ist sehr sehr spannend und sehr gut aufgebaut. Die Effekte sind grandios. Und auch die deutsche Synchronisation ist einfach perfekt gewählt. Auch wenn der Film an Horrorszenen spart, kann die Atmosphäre und die teils perfekte Darstellung punkten. Und ich möchte noch hinzufügen das ich den Roman vom Herrn King nie gelesen habe, um ehrlich zu sein stehen gerade mal 5 Bücher in meinem Regal. Aber nochmal zum Film, „Friedhof der Kuscheltiere“ ist nicht nur ein Horrorfilm sondern eigentlich auch ein Drama. Gerade bei dem Kinderlachen aus dem Nachbarhaus, läuft es mir jetzt noch eiskalt den Rücken runter!
Kurzfazit: Unheimlich spannend und sehr gut gespielt!