Neben " Es " ist " Friedhof der Kuscheltiere " das beste Buch von Stephen King. So lautet zumindest meine Meinung und auch die Verfilmung wurde sehr spannend umgesetzt. King persönlich schrieb am Drehbuch mit und da musste man wirklich einiges kürzen um nicht auf Überlänge zu kommen. Die Regie übernahm die damals noch unerfahrene Mary Lambert. Sie inszenierte auch das Sequel, welches drei Jahre später in die Kinos kam. King Verfilmungen waren bis jetzt fast immer große Erfolge, heute ist fast jedes Buch des Horrorautors verfilmt. " Friedhof der Kuscheltiere " ist auch eine der bekanntesten Verfilmungen, zudem eine der Besten. Lange Zeit war der Film auch indiziert.
Story:
Die Familie Creed zieht mit ihren beiden Kindern in eine Kleinstadt. Dort lernen sie den alten Jud ( Fred Gwynne ) kennen, welcher ihnen eine Geschichte um einen Indianerfriedhof erzählt, wo angeblich Tote wieder zum Leben erweckt werden können. Louis ( Dale Midkiff ) probiert dies an seiner Katze aus, welche überfahren wurde und löst dadurch eine Verkettung von grausamen Ereignissen aus. Sein kleiner Sohn Gage ( Miko Hughes ) stirbt kurz darauf und Louis kann den Schmerz nicht aushalten. Also begräbt er auch seinen kleinen Sohn auf dem Indianerfriedhof. Gage kehrt bald zurück, doch völlig verändert.
Sehr spannende und auch nett erdachte Geschichte. Sogar um die Charaktere konnte man sich dank des Drehbuches viel kümmern und ihnen Tiefe verleihen. Trotzdem sollte man auch mal das Buch gelesen haben, denn Einiges wurde im Film ganz weggelassen und auch Nebenstränge, welche hier nur kurz aufgegriffen werden, wie zum Beispiel der Tod von Rachel Creed´s Schwester, werden im Buch viel deutlicher thematisiert und erklärt. Aber man kann einen solchen Film nicht 1:1 übernehmen und man hat hier gute Arbeit geleistet, obwohl das Ganze etwas zu langsam erzählt ist. Erst gegen Ende nimmt der Film richtig Fahrt auf, dafür hat man die einzelnen Personen wirklich gut beschrieben und auch ihre Handlungsweise wirkt für den Zuschauer plausibel. Die Spannung ist auch immer auf hohem Niveau, allein das Kinderlachen treibt einem den Schauder auf den Rücken und die Atmosphäre nebst Score wirken sehr unheimlich. Der Pfad zum alten Friedhof wird mit vielen Maschinen umnebelt und der lange Marsch dorthin erweist sich auch als sehr bedrohlich.
Im Finale geht es dann richtig rund, denn der kleine Gage mordet blutig und bringt sogar seine eigene Mutter um. So muss Louis bei seinem eigenen Sohn Gewalt anwenden, um den gleichen Fehler dann bei seiner toten Frau noch einmal zu begehen. Die wenigen Goreeffekte funktionieren, hier braucht man keinen hohen Bodycount um zu unterhalten. Man ahnt schon wie es ausgeht, doch der Spannung tut das wahrlich keinen Abbruch. Selbst die Visionen, welche im Buch aber noch härter und drastischer dargestellt waren, wurden miteingebaut. So versucht ein Untoter das Schlimmste zu verhindern und Rachel Creed wird mit ihrer Vergangenheit und dem Tod ihrer Schwester konfrontiert. Auch wenn das Ganze als zu dialoglastig ist, langweilig wird es nie, geschweige denn unspannend.
Die Darsteller machen alle einen großartigen Job, vor allem Dale Midkiff als Vater Louis. Aber auch der kleine Miko Hughes überzeugt auf ganzer Linie, noch mehr als böser Untoter.
Fazit:
Hochspannende Verfilmung eines Stephen King Klassikers. Die Story wurde gut umgesetzt, wenn auch ein bisschen langsam erzählt. Dafür mit tollen Darstellern besetzt und 1A inszeniert. Die Atmosphäre könnte fast nicht unheimlicher sein, unterstützt durch einen perfekten Score. Die wenigen Goreeffekte verfehlen ihre Wirkung nicht.
Hätte man eigentlich nicht besser machen können, sollte man mal gesehen haben.