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Hervorragende Stephen-King-Verfilmung, für die King persönlich das Drehbuch verfasste. Mary Lambert führte die Regie bei dem Endachtziger-Horrorfilm, der die innerfamiliäre Tabuisierung des Todes und das Unvermögen der Menschen, die harte Realität zu akzeptieren, zum Thema hat. Die Unfähigkeit der Elterngeneration, ihren Kindern den Tod als zum Leben dazugehörend und unausweichlich zu vermitteln, führt zur Reanimation der überfahrenen Katze der Tochter, um ihr Kummer und Leid zu ersparen. Der Erfolg dieser Maßnahme verleitet einen jungen Familienvater dazu, ebenso mit seinem überfahrenen Sohn zu verfahren, weil nicht sein kann, was nicht sein darf… In hochgradig mystischer Atmosphäre werden traumatisierende Familiendramen in einen fesselnden Horrorfilm verpackt, der nachhaltiges Unwohlsein erzeugt. So zählen für mich persönlich die Rückblenden hinsichtlich Rachels Schwester Zelda zu den gruseligsten Horrorfilmmomenten schlechthin. Die Mischung aus soliden bis guten Schauspielern (tolle Nebenrolle als Jud Crandall: Fred Gwynne, mit großartiger deutscher Synchronstimme), beeindruckenden Leistungen der Kinderdarsteller, Mystik, Action, Make-Up-Effekten, Blut, Gänsehautmomenten und nicht zuletzt dem flotten Soundtrack der RAMONES machen „Friedhof der Kuscheltiere“ zu einem rundum gelungenen Ereignis. Lediglich das Erzähltempo variiert meines Erachtens etwas zu stark und das Finale mag überraschen, zählt aber nicht zu den Höhepunkten des Films. Längst ein Klassiker, wie er heutzutage zu produzieren anscheinend unendlich schwer fällt.

„Der Acker im Herzen eines Mannes ist steiniger…"

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